Asbest – So erkennen Sie die Gefahr

Asbest schädigt die Gesundheit und begünstigt die Entstehung von Krebs. Doch wie lässt sich erkennen, ob im Haus Asbest verbaut ist und wie lässt sich die Gefahr beseitigen? Dieser Artikel auf Heimtest-Schnelltests.de klärt auf über Asbest, seine Folgen und die fachkundige Entsorgung.

Asbestfasern können Lungenkrebs verursachen.

Asbestfasern können Lungenkrebs verursachen. – © marcel – Fotolia.com

Asbest galt lange als Alleskönner unter den Baustoffen. Vor allem in alten Häusern wurden regelmäßig Asbestplatten verbaut.

Wie stark er Gesundheit und Lebensqualität beeinträchtigen kann und welche Gefahren die Verarbeitung des Baustoffs mit sich bringt, war in der Vergangenheit nicht wirklich bekannt. Erst in den letzten Jahrzehnten wurden die Auswirkungen der giftigen Fasern umfassend erforscht und zeigen bis heute erschreckende Ergebnisse.

Um auf Nummer sicherzugehen und Ihre Gesundheit nicht unnötig zu gefährden, können Sie einen Asbest Raumlufttest ganz einfach selbst durchführen und eine verständliche Analyse erhalten. Asbesttests sind online erhältlich und messen die Asbestbelastung in der Luft.

Was ist Asbest?

Asbeste sind faserförmige Silikat-Minerale, die aufgrund ihrer Festigkeit, der dämmenden Wirkung sowie der Hitze- und Säurebeständigkeit im Bau zur Anwendung kamen. Bis in die 1980er Jahre wurde Asbest, genauso wie Formaldehyd oder andere Schadstoffe, primär in der Autoindustrie, im Bauwesen, sowie im Schiffbau verwendet und hat für stabile und nachhaltige Endprodukte gesorgt.

Seine Geschichte ist sogar noch älter. Schon im dritten Jahrhundert vor Christi tauchte die Begrifflichkeit in Schriften auf und sorgte im antiken Athen für die ewig brennende Flamme der Akropolis.

Beliebter Baustoff

Zur Wärmedämmung wird Asbst als Baustoff verwendet.

Aufgrund seiner hohen Wärmedämmkraft ist Asbest ein beliebter Baustoff. – © focus finder – Fotolia.com

In der Baubranche fand vorwiegend Weißasbest Verwendung, der auch als Zement- oder Eternit-Asbest bekannt ist. Neben dem Einsatz in der Wärmedämmung beim Hausbau spielte das Material auch im Heizungsbau eine bedeutende Rolle.

Ein Beispiel dafür sind alte Nachtspeicheröfen, die sich als wahre Krankmacher entpuppten. Sie verteilen die giftigen Dämpfe im ganzen Haus und befördern den feinen Asbeststaub in die Luft.

Winzige Fasern mit hoher Hitzebeständigkeit

Asbest ist kein künstlich hergestelltes, sondern ein natürlich vorkommendes Mineral mit einem Faserdurchmesser von weniger als 2 Mikrometern. Es verfügt über eine hohe Bindefähigkeit und ist nicht brennbar.

Vor dem Hintergrund der inzwischen bekannten Gefahren des Baustoffs ist es erstaunlich, wie häufig Asbest auch heute noch im Alltag vorkommt. Trotz Verbot des Einsatzes in der Industrie und in der Baubranche berichten die Medien immer wieder über Asbestfunde und Asbestbelastung in öffentlichen und privaten Gebäuden.

Angesichts der Vielfalt an Produkten, die das gefährliche und hochgradig krebserregende Material enthalten, kann jede Sanierung oder Modernisierung zur unvermeidlichen Gefahrenquelle werden. Deshalb sollten Bauherren und Heimwerker gleichermaßen über die Beschaffenheit, das Aussehen und den Umgang mit dem Material informiert sein, um so eine Gefahr für sich und andere ausschließen.

Warum gefährdet Asbest die Gesundheit?

Eine Asbest Maske schützt vor Gesundheitsschäden durch Asbest.

Eine Asbest-Maske und ein Asbest-Schutzanzug schützen vor Gesundheitsschäden durch das Einatmen von Asbestfasern. – © LianeM – Fotolia.com

Das Gefährliche an Asbest sind seine winzigen, feinen Fasern, die sich aufspalten und über die Atemluft in die Lunge gelangen können. Fachleute sprechen von lungengängigen Fasern. In der Lunge können sie lange verweilen und Symptome auslösen, die Betroffene mitunter als Katzenallergie oder die Auswirkungen von Schimmelpilz im Haus deuten.

Diese Gefahr droht weniger durch Asbestzement, in dem die Fasern fest gebunden sind, sondern vor allem durch Spritzasbest, dessen Fasern sich unbemerkt aus alten Brandschutztextilien, Dichtungen und Isolierungen lösen und in die Atemluft gelangen.

Asbestfasern bleiben in der Lunge

Sind die Asbestfasern einmal in der Lunge, dringen sie in das umliegende Gewebe vor und verursachen dort Reizungen und Entzündungen. Der menschliche Körper ist nicht in der Lage, die äußerst beständigen Asbestfasern abzubauen oder auszuscheiden. Deshalb reagiert der Organismus mit einer Verhärtung des gereizten Gewebes, der sogenannten Asbestose, um sich vor den Fremdkörpern zu schützen.

Lungenkrebs durch Asbest

Der genaue molekulare Mechanismus, der langfristig zu Krebs führen kann, ist noch nicht in allen Details erforscht. Fachleute vermuten heute, dass immunologische Prozesse eine Rolle spielen, die durch den dauernden Reiz der Faser ausgelöst werden.

Nicht nur kann Asbest Lungenkrebs verursachen, der hauptsächlich durch das Einatmen des faserbildenden Baustoffs entsteht, sondern der Kontakt mit Asbest kann auch Tumore im Bauchfell erzeugen. Die feinsten Bestandteile sind mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen, werden aber mit jedem Atemzug in die Lunge befördert und sorgen dort für unangenehme und äußerst gefährliche Reizungen. Daher ist bei der Entsorgung und dem Abriss von asbesthaltigen Gebäuden oder Bauteilen unbedingt darauf zu achten, Asbest-Schutzmasken* zu tragen.

Asbestfasern bleiben oft unentdeckt

Da die winzigen Fasern nicht sichtbar und selbst kleiner als Staub sind, werden sie ahnungslos eingeatmet und können über viele Jahre unentdeckt in der Lunge und in den Atemwegen lagern. Die Gefahr begründet sich gerade in der für das menschliche Auge unsichtbaren Beschaffenheit, sowie der langen Zeitspanne, bis es zu einer Reizung der Atemwege und so zu einem Signal für eine Erkrankung kommt.

Asbest-Symptome und Folgen

Asbest schädigt die Lunge und kann Krebs verursachen.

Asbest schädigt die Lunge und kann Krebs verursachen. – © Albert Pschera

Die Symptome werden häufig mit einer Allergie gegen Hausstaub oder Haustiere verglichen. Tränende Augen oder Husten- und Niesreiz, eine schwere und im fortgeschrittenen Stadium rasselnde Atmung sind typische Anzeichen einer Erkrankung durch den Baustoff. Doch nicht jede Hausstauballergie ist mit dieser Diagnose zu begründen. Ein Asbesttest schafft dagegen schnell Gewissheit über eine mögliche Belastung mit dem Schadstoff.

Risiken richtig einschätzen

Wer in seinem beruflichen Lebenslauf mit Asbest gearbeitet und sich der Gefahr ausgesetzt hat, muss mit einem höheren Krebsrisiko durch den Umgang mit dem Baustoff rechnen. Ein hohes Asbest-Krebsrisiko ist vor allem bei älteren Arbeitern in der Baubranche und der Industrie gegeben. Auf Dauer führt der regelmäßige und intensive Kontakt mit den Fasern häufig zu Lungenkrebs oder Tumoren in der Bauchhöhle.

Asbestverbot und Anerkennung als Berufskrankeit

Dies beweist unter anderem das erfolgte Verbot zur Verwendung des Materials, das europaweit zur Anwendung gebracht wurde. Jährlich werden rund 1.000 Anträge auf eine berufsbedingte Asbest-Krankheit anerkannt und fallen unter die Diagnose der Berufskrankheit. Wer den Verdacht hat, dass der gefährliche Stoff zu Lungenkrebs geführt haben könnte und der Asbestgefahr aus beruflichen Gründen ausgesetzt war, sollte selbst kleinste Symptome ernst nehmen und sich vor schweren und scheinbar aus dem Nichts kommenden Folgen schützen.

Auch geringe Symptome ernst nehmen!

Auch wenn bei auftretenden Symptomen von Lungenkrebs und bei diagnostizierten Tumoren nicht mehr rückwirkend reagiert werden kann, um sich vor dem schädlichen Faserstaub zu schützen,  können die Folgen einer unerkannten Erkrankung minimiert werden. Reizungen der Augen und Atemwege sollten immer ernst genommen werden. Vielleicht liegt diesen Symptomen nur eine Pollenallergie oder Heuschnupfen zugrunde. Aber wer nicht ganz sicher ist, sollte vor allem dann eine Asbestuntersuchung vornehmen lassen, wenn ein Kontakt mit Asbest in der Vergangenheit nicht auszuschließen ist.

Asbestsanierung und Asbest entsorgen

Asbest-Sanierungsarbeiten sind für den Gesundheitsschutz unvermeidlich.

Asbest-Sanierungsarbeiten sind aufwendig, aber unvermeidlich. – © Ecology – Fotolia.com

Wenn in einem Haus Asbestzement oder Asbestfußboden verbaut wurde, darf nur eine spezialisierte Firma den Abriss oder die angestrebte Sanierung vornehmen. Die Kosten einer Asbestentsorgung sind sehr hoch, weil das Verfahren aufwendig ist, um das gefährliche Material professionell zu entsorgen.

Sachkundenachweis ist Pflicht

Unternehmen, die Asbestplatten entsorgen oder andere Arbeiten mit dem gefährlichen Baustoff vornehmen, müssen über den Sachkundenachweis für Gefahrstoffe 519 verfügen und diesen auf Verlangen vorzeigen können. Da nicht nur die Baufirma und Auftraggeber durch eine Asbestsanierung in Gefahr sind, ist eine hermetische Absperrung der Baustelle notwendig.

Sanierungsbedarf ermitteln

Nicht in allen Altbauten ist eine Sanierung unbedingt erforderlich. Ergibt eine Messung der Schadstoffbelastung in der Luft keine Gefährdung durch Asbest, würde eine Asbestsanierung für die Freisetzung der Fasern sorgen und dadurch die Gefahr erst entstehen lassen. Die Notwendigkeit einer Sanierung ergibt sich aus einer professionellen Ermittlung der Schadstoffe in der Luft, die nicht sehr kostenintensiv, dafür aber im Ergebnis exakt ist. Asbesthaltige Baustoffe müssen über den Sondermüll entsorgt und von einem fachkundigen Unternehmen abgeholt werden. Die Entsorgung im Bauschuttcontainer ist verboten und führt bei Entdeckung zur Strafanzeige.

Mit dem Asbest-Test die Gefahr erkennen

Die Asbestanalyse wird im Labor unter dem Mikroskop durchgeführt.

Bei einer Asbestanalyse wird Ihre Probe im Speziallabor mikroskopisch untersucht. – © ryanking999 – Fotolia.com

Da Asbest in der Vergangenheit häufig eingesetzt und auf vielfältige Weise verbaut wurde, stellen vor allem alte Häuser, aber auch elektrische Geräte, die vor dem Verbot des Materials gebaut wurden, eine potenzielle Gefahrenquelle dar.

Professioneller Asbesttest für zu Hause

Mit einer professionellen Asbest-Analyse können Sie Sicherheit gewinnen und herausfinden, ob Sie täglich gefährliche, krebserregende Schadstoffe einatmen. Neben der professionellen Asbestanalyse gibt es den Asbest-Schnelltest, der für die Heimanwendung optimal ist und in seinem Ergebnis ebenfalls mit einer korrekten Ermittlung der Belastung aufwartet.

Für die Raumluft- oder Feststoffanalyse nehmen Sie zu Hause eine Probe und schicken diese an ein spezialisiertes Fachlabor zur Auswertung. Alles, was Sie dafür benötigen, ist in dem Testset enthalten, das Sie bequem online bestellen können.

Ergibt der Asbesttest ein positives Ergebnis und Sie wissen nicht, wo genau Sie nach der Ursache suchen sollen, kann ein spezialisiertes Unternehmen weiterhelfen. Geschultes Fachpersonal findet heraus, an welcher Stelle genau im Haus die Gefahr lauert.

Möchten Sie eine ältere Immobilie erwerben oder besitzen Sie Geräte mit einem Herstellungsdatum vor 1985, sollten Sie einen solchen Test unbedingt in Erwägung ziehen. Weil die feinen Fasern in der Luft nicht sichtbar sind, gibt es keine andere Möglichkeit als einen Test, um Gewissheit zu erlangen und die Gefahr zu bannen.

Ein Asbesttest kann zwar nicht rückwirkend vor dem Schadstoff schützen, aber mehr Sicherheit verschaffen und als Grundlage dienen, um den krebserregenden Baustoff aus Ihrem Leben zu entfernen. Vor allem bei vorhandenen Allergien mit Reizung der Atemwege sollten Sie reagieren und sich für einen Test entscheiden, um das Krebsrisiko durch Asbestfasern zu senken. Hier können Sie auf Heimtest-Schnelltests.de einen Asbest-Test oder Raumluft-Multitest bestellen.

Quellen:
https://www.baua.de/DE/Themen/Arbeitsgestaltung-im-Betrieb/Gefahrstoffe/Arbeiten-mit-Gefahrstoffen/Stoffinformationen/Asbest.html, abgerufen am 29.01.2020
https://www.umweltbundesamt.de/themen/asbest-nichts-fuer-heimwerker, abgerufen am 29.01.2020
https://de.wikipedia.org/wiki/Asbest, abgerufen am 29.01.2020
https://www.lungenaerzte-im-netz.de/news-archiv/meldung/article/asbest-altlasten-schlummern-noch-immer-in-manchen-gebaeuden/, abgerufen am 29.01.2020
https://www.br.de/nachrichten/wissen/asbest-schadstoffe-umwelt-baumaterial-krebs,RH7hnr0, abgerufen am 29.01.2020