Was ist Borreliose?

Wenn der Frühling beginnt, steigt die Nachfrage nach Borreliose-Tests. Denn dann werden wieder die Zecken aktiv, die Hauptüberträger der Infektionskrankheit. Verursacht wird diese durch Bakterien, sogenannte Borrelien. Lesen Sie hier auf Heimtest-Schnelltests.de, wie Sie eine Borreliose mit einem Schnelltest erkennen können!

Borreliose kann von Zecken übertragen werden!

Borrelien werden von Zecken übertragen. Ein Borreliose Test bringt Gewissheit, ob eine Infektion mit Borrelien vorliegt. – © bina01 – Fotolia.com

Von einer Borreliose spricht man, wenn jemand mit Borrelien infiziert ist. Solche Infektionen gibt schätzungsweise 120 000 jährlich in Deutschland.

Die Erregergruppe der Borrelien wird hauptsächlich durch Zecken und Läuse übertragen und ist nach ihrem Entdecker benannt, dem französischen Bakteriologen Amédée Borrel (1867–1936). Der Erreger ist ein Bakterium mit dem Namen Borrellia burgdorferi, das im Jahr 1982 von dem aus der Schweiz stammenden amerikanischen Bakteriologen Willy Burgdorfer (1925–2014) erstmals isoliert wurde.

Borrelien können genau wie andere Parasiten, z. B. die verbreiteten Giardien, nicht nur Menschen befallen, sondern auch alle anderen Säugetiere. Häufig werden Hunde durch einen Zeckenbiss infiziert, weil sie beim Herumlaufen im Wald ein leichtes Ziel für die winzigen Krankheitsüberträger sind. Alle Körpergewebe, Organe, Nerven und Gelenke können von einer Borreliose mit vielfältigen Symptomen betroffen sein.

Was sind Borrelien?

Der wissenschaftliche Name der Borrelien lautet Borrelia. Es handelt sich um sogenannte Spirochäten, eine Gruppe von Bakterien, die sich durch einen besonderen Körperbau und eine schraubenzieherartige Fortbewegungsform auszeichnen. Unter Stress können sie ihre längliche, schraubenartige Körperform zu einer kugelförmigen ändern.

Viele Zeckenarten übertragen Krankheiten

Von den 37 im Jahr 2014 bekannten Borrelienarten verursachen die meisten bei Menschen und Tieren Krankheiten. Für Menschen besonders gefährlich sind Borrelien der Art Borrelia burgdorferi, dazu zählen im weiteren Sinne Borrelia spielmanii, Borrelia garnii, B. lusitaniae, B. afzelii und B. valaisiana. Alle genannten Arten sind auch in Deutschland heimisch.

Bis zu 60 % der Zecken infiziert

Borrelien leben dauerhaft in kleinen Nagetieren, denen sie nicht schaden. Von dort werden sie hauptsächlich durch Zecken auf andere Tiere und Menschen übertragen. Je nach Region und Jahreszeit sind fünf bis 60 % der Zecken mit Borrelien infiziert. Die Wahrscheinlichkeit, mit einem Krankheitserreger infiziert zu werden, ist also bei jedem Zeckenstich hoch.

Zecken beißen nicht!

Entgegen der landläufigen Meinung beißen Zecken nicht, sondern sie stechen. Somit muss korrekterweise nicht von einem Zeckenbiss, sondern von einem Zeckenstich gesprochen werden. Die Zecke bohrt sich in die Haut, bis sie mit ihrem Stachel an Blut gelangt. Während dieses Vorgangs sondert sie ein Speichelsekret ab.

Wenn sie zuvor ein infiziertes Tier befallen hatte, kann sie mit dessen Krankheitserregern infiziert worden sein. Diese trägt die Zecke mit sich und überträgt mit ihrem Speichel bei einem erneuten Stich die Erreger auf ihr nächstes Opfer.

Welche Borreliose-Symptome gibt es?

Eine durch Zeckenbiss ausgelöste Borreliose wird nicht immer sofort diagnostiziert, weil die Symptome vielfältig und unspezifisch sein können. Die unterschiedlichen Arten von Infektionen mit Borrelien haben jedoch einige typische Symptome.

Auffällige Hautrötungen

Borreliose kann die sogenannte Wanderröte verursachen.

Eines der typischen Symptome einer Borreliose ist die sogenannte Wanderröte. – © Ingo Bartussek – Fotolia.com

Verbreitet ist die sogenannte Lyme-Borreliose, die nach dem Ort ihres ersten Auftretens benannt ist, dem Ort Lyme in den USA. Die bakterielle Infektion kann mit einem Borreliose-Schnelltest diagnostiziert werden.

Häufige Zeckenbiss-Symptome sind Hautrötungen, Gelenkentzündungen und Organschädigungen.

Besondere Vorsicht ist bei Befall von lebenswichtigen Organen wie Herz, Nieren und Leber geboten. Ein Lebertest kann hier Gewissheit geben, ob eine Organschädigung vorliegt.

Grippeähnliche Symptome

Eine spezielle Form der Lyme-Borreliose ist die Neuroborreliose (neuro = die Nerven betreffend). Innerhalb von wenigen Tagen bis zu einem Monat nach dem Zeckenstich können sich ringförmige rote Hautverfärbungen um den Einstich herum entwickeln. Grippeähnliche Symptome, Muskelschmerzen und Fieber können hinzukommen, ebenso Nervenentzündungen, Hirnhautentzündung und Lähmungen.

Eine andere Borrelioseart, das Rückfallfieber, löst vor allem wiederkehrende und mehrmalige Fieberschübe aus. Auch diese Infektion wird durch Zecken übertragen.

Borreliose-Symptome Übersicht:

  • Hautrötungen, oft ringförmig um die Einstichstelle
  • Gelenkentzündungen
  • Hirnhautentzündung
  • Muskelschmerzen
  • Fieber, wiederkehrende Fieberschübe
  • Nerven- und/oder Kopfschmerzen
  • Schwindel, Sehstörungen
  • Konzentrations-, Gedächtnis-, Sprachstörungen
  • Veränderungen der Persönlichkeit
  • Lähmungen oder Taubheitsgefühl, besonders an Beinen und Gesicht
  • Hitzewallungen und Schüttelfrost
  • Gleichgewichtsstörungen, Gehstörungen
  • Abgeschlagenheit und Müdigkeit

Borreliose-Therapie

Eine Borrelioseinfektion bleibt häufig unerkannt, weil der Zeckenbiss schmerzlos ist und die typischen Symptome nicht oder nur sehr schwach auftreten. Doch die Krankheit kann sich schleichend über Monate und Jahre fortsetzen. Deshalb ist es wichtig, eine Infektion mit Borrelien frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Hohe Heilungschancen bei Früherkennung

Für die Borreliose-Therapie werden Penicillin und Antibiotika eingesetzt, jedoch mit unterschiedlichen Erfolgen. Die Borreliose-Behandlung muss ggf. wiederholt oder mit anderen Medikamenten fortgesetzt werden, falls die Therapie keinen dauerhaften Erfolg bringt.

Je früher eine Infektion mit dem Erreger erkannt wird, desto höher sind die Heilungschancen. Deshalb ist es entscheidend, nach einem Zeckenstich unverzüglich einen Borreliosetest durchzuführen.

Risiken für Schwangere

Problematisch ist die Behandlung einer Borreliose in der Schwangerschaft. Falls Ihr Schwangerschaftstest positiv ausgefallen ist, können Antibiotika dem Ungeborenen schaden. Andererseits kann auch eine Infektion mit Borrelien den Embryo schädigen oder sogar zu einer Totgeburt führen.

Kann ich mich vor Borreliose schützen?

Zecken im Wald können Borreliose übertragen.

Im Wald lauern Zecken, die Borreliose übertragen können. Langärmlige Kleidung kann schützen! – © bluedesign – Fotolia.com

Gegen Borreliose gibt es keinen sicheren Schutz. Die allgemein als Zeckenimpfung bekannte FSME-Impfung schützt nur gegen Hirnhautentzündung, die ebenfalls durch Zecken übertragen wird. Eine solche Zeckenimpfung gegen die Infektion mit Borrelien gibt es nicht!

Dennoch können Sie einige Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, um die Wahrscheinlichkeit eines Zeckenstichs besonders in Zeckengebieten zu verringern.

Schutz durch Kleidung

Dazu zählt vor allem die richtige Kleidung. Langärmlige Hemden und Hosen, die dicht am Körper abschließen, sind bei Aufenthalten im Wald und in der Natur zu empfehlen. Um insbesondere die Füße und Beine vor einem Zeckenstich zu schützen, gibt es spezielle Anti-Zecken-Socken* in verschiedenen Größen online zu kaufen.

Achten Sie darauf, die Übergänge zwischen den Kleidungsstücken abzudichten. So haben Zecken beispielsweise leichtes Spiel, durch Lücken zwischen Hosen und Socken direkt auf die Haut zu gelangen.

Einen hundertprozentigen Schutz kann jedoch auch die beste Kleidung nicht bieten. Deshalb sollte nach einem Aufenthalt im Freien in Zeckengebieten der ganze Körper gründlich nach Zecken abgesucht werden, weil die Tiere am Körper entlang wandern und so auch an Stellen gelangen können, die zuvor durch Kleidung geschützt waren.

Immunsystem stärken

Bei jeder Infektion mit Bakterien hilft es, das körpereigene Immunsystem durch eine gesunde Lebensweise zu stärken, um die Infektion schneller und besser zu überwinden. Dazu zählen eine gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung sowie der Verzicht auf den übermäßigen Konsum von Alkohol und Drogen.

Darüber hinaus kann das Immunsystem durch zusätzliche Infektionen belastet werden. Bedenken Sie deshalb eine mögliche Infektion mit anderen Erregern über einen Zeckenstich. Zecken können neben Borrelien auch Chlamydien übertragen. Wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie sich infiziert haben könnten, nutzen Sie einen Chlamydientest, um die damit verbundenen Risiken auszuschließen.

Wann ist ein Borreliosetest sinnvoll?

Bei Verdacht auf eine Borrelien-Infektion bringt ein Borreliose Bluttest Sicherheit.

Wenn der Verdacht besteht, dass eine Infektion mit Borrelien vorliegt, ist ein Borreliose-Bluttest sinnvoll. -© medivere GmbH

Wenn Sie den Verdacht haben, sich mit Borreliose-Erregern infiziert zu haben, und ein oder mehrere der typischen Zeckenbiss-Symptome bei sich feststellen, ist es sinnvoll, einen Borreliose Schnelltest zu machen.

Ein Borreliosetest ist unkompliziert zu Hause durchzuführen, ein Arztbesuch ist dafür nicht erforderlich.

Welcher Test ist der richtige?

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Zeckentests, einen Test für die Zecke und einen Test für menschliches Blut. Sie können also zunächst die Zecke auf Borrelien testen, um festzustellen, ob die Zecke überhaupt Borrelien übertragen konnte. Ein solcher Zeckentest ist sowohl für Menschen als auch für Tiere geeignet.

Zeigt der Zeckentest ein negatives Ergebnis, kann auch keine Infektion mit Borrelien bei dem betroffenen Menschen oder Tier vorliegen.

Wenn der Test der Zecke positiv ausfällt, wurden Borrelien in der Zecke nachgewiesen. Dann kann die Zecke auch den Erreger übertragen haben. In diesem Fall können Sie Ihr eigenes Blut testen lassen, um festzustellen, ob Sie sich tatsächlich mit Borrelia infiziert haben und eine Borreliose vorliegt.

Durchführung des Zeckentests

Wenn Sie einen Zeckenschnelltest selbst durchführen, achten Sie unbedingt die Anleitung zur Durchführung, die dem Test beiliegt. Die korrekte Anwendung eines Zeckentests ist entscheidend für seine Zuverlässigkeit.

Um eine Zecke zu testen, geben Sie die das Insekt in das Probenröhrchen mit der Testflüssigkeit. Mit dem beiliegenden Holzstäbchen zerkleinern Sie dann die Zecke im Röhrchen.

Beobachten Sie die Farbe der Flüssigkeit. Wenn sich die Farbe geändert hat, benutzen Sie die Pipette, um Flüssigkeit aus dem Probenröhrchen zu entnehmen. Diese tropfen Sie in die Einfüllöffnung der Testkassette. Nach wenigen Minuten können Sie das Ergebnis ablesen.

Durchführung des Borreliosetests

Wenn der Zeckentest nachweist, dass die Zecke mit Borrelien infiziert ist, können Sie einen Borrelien-Bluttest durchführen. Dieser Test dient dem Nachweis einer Borrelieninfektion im menschlichen Blut. Der Borreliosetest basiert auf einem Antikörpernachweis.

Die für den Test erforderliche Blutprobe entnehmen Sie in Ruhe selbst zu Hause. Ein kleiner Blutstropfen genügt, den Sie mithilfe der beiliegenden Lanzette nahezu schmerzfrei gewinnen. Den Tropfen verteilen Sie auf den entsprechenden Feldern der Testkarte.

Die Karte legen Sie in den Versandumschlag und schicken diesen zur professionellen Auswertung an das Partnerlabor. Ihr Testergebnis können Sie nach wenigen Tagen bequem online abrufen.

Borreliose ist eine durch Zecken übertragbare Infektionskrankheit. Wegen der meist schwachen Anfangssymptome bleibt die Infektion häufig unbemerkt. Gesundheitliche Spätfolgen können jedoch gravierend sein. Je früher die Krankheit erkannt wird, desto besser ist sie behandelbar. Deshalb ist die Früherkennung mit einem Borreliosetest wichtig.

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Quellen:
https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Borreliose/Borreliose.html, abgerufen am 10.03.2020
https://www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/borreliose/, abgerufen am 10.03.2020
https://de.wikipedia.org/wiki/Borreliose, abgerufen am 10.03.2020
https://de.wikipedia.org/wiki/Zeckenstich, abgerufen am 10.03.2020
https://www.borreliose-bund.de/, abgerufen am 10.03.2020
https://www.internisten-im-netz.de/krankheiten/borreliose/erste-anzeichen-symptome/, abgerufen am 10.03.2020