Was tun bei Glutenunverträglichkeit?

Gluten kommt vor allem im Getreide vor, aber auch in vielen anderen Lebensmitteln. Das Klebereiweiß wird nicht von jedem vertragen. Wie Sie eine Glutenunverträglichkeit mit einem Gluten-Test erkennen und welche Ursachen und Folgen die Erkrankung hat, wird hier auf Heimtest-Schnelltests.de erklärt.

Glutenquellen wie Getreide sind bei Glutenunverträglichkeit zu meiden.

Bei Glutenunverträglichkeit und Zöliakie sind getreidehaltige Nahrungsmittel mit Vorsicht zu genießen, denn sie enthalten viel Gluten. – © Albert Pschera

Brot, Kuchen, Nudeln – bei einer Glutensensitivität müssen viele Lebensmittel vom Speiseplan gestrichen werden. Die Symptome ähneln denen anderer Darmerkrankungen, wie beispielsweise Laktoseintoleranz, Reizdarm, Infektionen oder Nahrungsmittelallergien, sodass die Glutenintoleranz durch einen Gluten-Test abgeklärt werden sollte.

Was ist Gluten?

Gluten ist ein Stoffgemisch aus Proteinen, das in einigen Getreidearten vorkommt. Besonders stark ist die Konzentration in Weizen und Dinkel. Aber auch in anderen Getreidesorten kommt Gluten vor. Somit sind Lebensmittel, die aus Getreide bzw. Mehl hergestellt werden, ebenfalls glutenhaltig.

Kommt das Gluten mit Wasser in Verbindung, bildet sich das sogenannte Klebereiweiß, das dafür sorgt, dass der Brotteig eine elastische Masse wird. So bekommen der Teig und später das Brot seine angenehme Konsistenz.

Symptome und Ursachen der Gluten-Intoleranz

Die Symptome sind bei einer Nahrungsmittelunverträglichkeit, die Auswirkungen auf den Darm hat, wie es auch die Glutenunverträglichkeit ist, hauptsächlich starke Blähungen, Übelkeit und Durchfälle. Ein vorgewölbter Bauch, Erbrechen und Appetitlosigkeit sind weitere Symptome.

Glutenunverträglichkeits-Symptome sind für den Laien nicht von denen anderer Erkrankungen zu unterscheiden, die ähnliche Auswirkungen haben. Die Zöliakie-Symptome und auch die Symptome bei einer Weizenallergie sind nahezu die gleichen, deshalb sollte mittels Tests ermittelt werden, welche Erkrankung vorliegt. Ein Glutencheck gibt Aufschluss über die Erkrankung.

Wie wird eine Glutensensitivität diagnostiziert?

Wenn eines oder mehrere der möglichen Beschwerden und Symptome für eine Gluten-Unverträglichkeit vorliegen, sollte eine Diagnose gestellt werden. Dabei gibt es zwei Verfahren, um eine Diagnose zu erstellen.

Ausschlussverfahren zur Diagnose von Weizenallergie

Zum einen kann durch gezieltes Weglassen einzelner Nahrungsmittel eine Zöliakie oder eine Weizenallergie ausgeschlossen werden. Diese Vorgehensweise nimmt allerdings mitunter viel Zeit in Anspruch.

Schnelltest für Zöliakie

Einfacher und schneller kann durch einen Zöliakie-Test direkt festgestellt werden, ob jemand an einer Gluten-Allergie oder einer Zöliakie leidet.

Ein Zöliakie-Test kann entweder vom Arzt oder als Heimtest durchgeführt werden. Einen Schnelltest für die Diagnose einer Zöliakie können Sie bequem selbst zu Hause durchführen. Dazu brauchen Sie nur eine Stuhlprobe, die dann im spezialisierten Labor untersucht wird.

Können Weizenallergie und Zöliakie sicher ausgeschlossen werden, sollte eine Zeit lang auf glutenhaltige Nahrungsmittel verzichtet werden. Tritt dann eine Besserung des Gesundheitszustands ein, handelt es sich um eine Glutenunverträglichkeit.

Glutenunverträglichkeit vs. Zöliakie vs. Weizenallergie

Glutenunverträglichkeit, Weizenallergie und Zöliakie sind drei Krankheiten, die mit den gleichen Symptomen einhergehen.

Zöliakie

Die Zöliakie – auch gluteninduzierte Enteropathie – ist eine Entzündung der Dünndarmschleimhaut, die entsteht, wenn der Körper auf das mit der Nahrung aufgenommene Gluten reagiert. Hier liegt eine dauerhafte Unverträglichkeit auf glutenhaltige Nahrungsmittel vor.

Da sich die Dünndarmzotten zurückbilden und die geschädigte Dünndarmschleimhaut nicht mehr in der Lage ist, genügend Nährstoffe aufzunehmen, können Mangelerscheinungen und Unterernährung, aber auch das sogenannte Reizdarmsyndrom (RDS) auftreten, wenn keine Ernährungsumstellung erfolgt. Ein Zöliakie-Schnelltest kann die Erkrankung aufdecken.

Weizenallergie

Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei dieser Erkrankung um eine Allergie. Allergieauslöser sind die im Weizen enthaltenen Proteine auf die der Körper reagiert. Von einer Weizenallergie, die hauptsächlich durch den über die Nahrung aufgenommenen Weizen verursacht wird, sind öfter Kinder als Erwachsene betroffen. Oftmals klingt die Weizenallergie während der Pubertät wieder ab.

Neben den typischen Symptomen wie Übelkeit und Durchfall können auch Probleme mit den Atemwegen und Hautirritationen auftreten. Durch einen Allergietest bekommen Sie Gewissheit.

Glutenfreie Diäten

Glutenfreie Lebensmittel helfen bei Glutenunverträglichkeit.

Bei Glutenunverträglichkeit und Zöliakie ist eine glutenfreie Ernährung sinnvoll. – © Albert Pschera

Für alle, die an einer Glutenunverträglichkeit leiden, empfiehlt sich der Verzicht auf glutenhaltige Lebensmittel. Da mittlerweile viele glutenfreie Lebensmittel auf dem Markt erhältlich sind, ist dies ohne Weiteres möglich.

Getreide ohne Gluten

Es gibt auch Getreidesorten, die kein Gluten enthalten und deshalb unbedenklich verspeist werden können, wie Reis, Mais, Hirse, Buchweizen, Quinoa und Amaranth. So steht auch bei einer glutenfreien Ernährung noch eine breite Palette an Lebensmitteln zur Verfügung, um sich gesund und ausgewogen zu ernähren.

Glutenfreie Lebensmittel

Neben glutenfreiem Brot gibt es mittlerweile eine ganze Reihe weiterer glutenfreier Lebensmittel. Ansonsten wird eine gesunde Ernährung mit allem, was von Natur aus glutenfrei ist, empfohlen.

Das sind beispielsweise Obst, Gemüse, Salate, Kartoffeln, Milch und getreidefreie Milchprodukte, Honig, Fleisch, Fisch, Zucker, Pflanzenöle, Eier, Nüsse und Hülsenfrüchte. Mineralwasser, Fruchtsäfte, Wein und Sekt sind ebenfalls unbedenklich.

Problematisch wird die Getreideunverträglichkeit erst, wenn sie mit einer weiteren Erkrankung wie der Histaminintoleranz zusammenfällt, wodurch die Palette an Nahrungsmitteln, die problemlos konsumiert werden können, weiter eingeschränkt wird.

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Glutenunverträglichkeit kann die Lebensqualität und Gesundheit beeinträchtigen. Durchfall und nachlassende Leistungsfähigkeit sind häufige Anzeichen. Mit einem Schnelltest können Sie schnell und einfach eine sichere Diagnose stellen. Auf deren Basis kann dann gezielt die Ernährung umgestellt werden. Eine Vielzahl glutenfreier Produkte ist mittlerweile im Handel erhältlich. Schaffen Sie jetzt Gewissheit! Hier finden Sie eine Auswahl guter und günstiger Gluten-Tests und Nahrungsmittelunverträglichkeitstests, die Sie bequem online bestellen können.

Quellen:
https://www.dzg-online.de/das-krankheitsbild.364.0.html, abgerufen am 30.11.2020
https://de.wikipedia.org/wiki/Z%C3%B6liakie, abgerufen am 30.11.2020
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2019/10/04-10-2019/so-leben-zoeliakie-betroffene-gesund-und-beschwerdefrei, abgerufen am 30.11.2020
https://de.wikipedia.org/wiki/Gluten, abgerufen am 30.11.2020
https://www.ugb.de/ernaehrungsplan-praevention/zoeliakie-essen-ohne-gluten/, abgerufen am 30.11.2020
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/74509/Glutenfreie-Kost-fuer-gesunde-Menschen-eher-schaedlich, abgerufen am 30.11.2020