Reizdarm erkennen – RDS Symptome, Ursachen und Therapie

Der Reizdarm, umgangssprachlich auch als nervöser Darm bezeichnet, ist eine unangenehme und häufig auftretende Darmerkrankung ohne organische Befunde. Mittlerweile sind viele Menschen davon betroffen, überwiegend Frauen. Wie Sie ein Reizdarmsyndrom erkennen und worauf Sie dann achten müssen, erfahren Sie hier auf Heimtest-Schnelltests.de.

Der Reizdarm verursacht Probleme im Verdauungstrakt.

Reizdarm und Reizdarmsyndrom (RDS) entstehen im Verdauungstrakt. – © bilderzwerg – Fotolia

Das Reizdarmsyndrom (RDS), englisch  Irritable Bowel Syndrome (IBS), ist omnipräsent in den Medien und vor allem in der Werbung. Allerlei Mittel versprechen, bei Durchfall und Blähungen Abhilfe zu schaffen. Doch was ist eigentlich ein Reizdarm?

Bei Menschen, die an einem Reizdarm leiden, liegt eine Funktionsstörung des Dickdarms vor, der keine körperliche Ursache zugrunde liegt. Dennoch können die Symptome eines RDS die Gesundheit und Lebensqualität betroffener Menschen stark beeinträchtigen. Doch nicht jeder Beeinträchtigung des Verdauungssystems liegt ein RDS zugrunde.

Verwechslungsgefahr

Eine der größten Schwierigkeiten bei der Diagnose eines Reizdarmsyndroms ist die Verwechslungsgefahr mit anderen Krankheitsbildern. Die RDS-Symptome können denen von Darmerkrankungen, Darmentzündungen, Darmparasiten oder auch von verschiedenen Nahrungsunverträglichkeiten ähneln.

Deshalb sollte frühzeitig abgeklärt werden, ob es sich tatsächlich um ein Reizdarmsyndrom handelt, oder ob eventuell doch eine Erkrankung vorliegt, die mit ähnlichen Anzeichen einhergeht. Eine frühzeitige Diagnose erhöht die Heilungschancen und kann eine Chronifizierung verhindern.

Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Wegen der Ähnlichkeit der Symptome sind auch Tests auf Histaminintoleranz, Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) und Laktoseintoleranz sinnvoll. Selbst eine ketogene Diät, die weitgehend auf Kohlenhydrate verzichtet, kann zu starken Durchfällen führen, wenn die Nahrungsmittel zu eiweißhaltig sind und man nicht mehr genug Ketone in Form von Fruktose und Zucker zu sich nimmt. Wer an Durchfall leidet, sollte deshalb auch prüfen, ob eine Ketose die Ursache der Beschwerden sein könnte.

Ursachen abklären

Wer schon einige der genannten möglichen Ursachen abgeklärt hat und weiterhin Beschwerden hat, sollte neben Unverträglichkeiten auch andere krankheitsauslösende Faktoren in Betracht ziehen.

Eine Schadstoffbelastung des Trinkwassers oder Schadstoffe in der Luft wie Formaldehyd oder Asbest können ebenfalls Ursache vieler unspezifischer Krankheitssymptome sein. Auch an einen Befall mit Darmparasiten ist zu denken, wenn einschlägige Symptome wie Durchfall, Gewichtsverlust oder Schmerzen auftreten.

Symptome des Reizdarmsyndroms (RDS)

Bei Reizdarmsyndrom sind Durchfälle häufige Symptome.

Durchfälle zählen zu den häufigsten Symptomen eines Reizdarmsyndroms. – © VadimGuzhva – Fotolia.com

Unwohlsein und Schmerzen im Bauch sind typische Symptome eines Reizdarms. Zudem kann ein gereizter Darm die Ursache für Blähungen sein. Die Bauchdecke ist dann oft stark aufgebläht, weil sich im Bauchraum Gase bilden.

Bei Betroffenen kommt es vermehrt zu einer erhöhten Reizbarkeit und Schmerzempfindlichkeit des Darms. Bauchschmerzen und Bauchkrämpfe nach dem Essen können ein Hinweis auf einen Reizdarm sein.

Probleme beim Stuhlgang

Typisch für RDS sind außerdem Probleme im Zusammenhang mit dem Stuhlgang. So klagen Betroffene über Verstopfung oder Durchfall sowie über Schmerzen während des Stuhlgangs.

Die Darmentleerung wird als mühsam empfunden und der Darm fühlt sich nach dem Stuhlgang nicht entleert an. Der Stuhl ist oft breiartig und mit Schleim behaftet oder wässrig.

Wechsel von Symptomen

Die Darmflora ist geschädigt, die Verdauung funktioniert nicht mehr richtig und die Stuhlgewohnheiten sind verändert, ohne dass etwas Falsches gegessen wurde, oder eine Erkrankung wie Laktoseintoleranz vorliegt. So können die oben genannten Symptome auch im Wechsel vorkommen. Auf Durchfall folgt eine Phase der Verstopfung und umgekehrt.

weitere Körperregionen betroffen

Die Probleme beim Stuhlgang werden häufig von starken Schmerzen im Bauchraum begleitet. Jedoch können Schmerzen bei RDS auch in anderen Körperregionen vorkommen. Neben Durchfall ist Sodbrennen ein weiteres typisches Symptom, das bei einem Reizdarm beobachtet werden kann. Oft treten zudem noch gleichzeitig Beckenschmerzen auf. Diese können dem Schmerzbild bei Rücken- oder Gelenkerkrankungen ähneln.

Dass die Schmerzen im Darm häufig als sehr stark empfunden werden, liegt auch daran, dass sich RDS auf den Hormon- und Neurotransmitterhaushalt auswirkt. Problematisch ist insbesondere eine Irritation der Serotoninausschüttung, weil dieser Botenstoff das Schmerzempfinden maßgeblich beeinflusst.

Das meiste Serotonin im Körper wird im Darm gespeichert. Wird aufgrund eines Reizdarmsyndroms zu wenig Serotonin ausgeschüttet, kommt es zu einem Serotoninmangel und einer Steigerung der Schmerzwahrnehmung.

Psychische Symptome

Auch psychische Erkrankungen werden im Zusammenhang mit RDS beobachtet. Menschen, die an einer Fibromyalgie leiden, haben überdies oft mit dem Reizdarmsyndrom zu kämpfen. Zu den häufigen seelischen Auswirkungen und Begleiterscheinungen eines Reizdarmsyndroms zählen anhaltende Erschöpfungszustände, Depressionen und Angststörungen.

Ursachen des Reizdarmsyndroms

Neben der Ernährung, nicht bekannten Nahrungsmittelunverträglichkeiten kann das Essverhalten Ursache für die Entstehung eines Reizdarms sein. Oft können RDS-Betroffene größere Mengen an Lebensmitteln nicht gut verdauen. Starke körperliche Belastung und Stress sind ebenfalls Ursachen für das Reizdarmsyndrom.

Gerade seelischen Belastungen sollten als Grund nicht unterschätzt werden. Daneben sind psychosomatische Beschwerden die häufigste Ursache für einen Reizdarm. Beruflicher Dauerstress oder private Probleme können einem sprichwörtlich auf den Magen schlagen und den Darm in Mitleidenschaft ziehen.

Infektion mit einem Darmpilz – die Candida-Symptome ähneln denen des Reizdarms

Bei Reizdarm kann eine Darmspiegelung mögliche Ursachen aufdecken.

Bei Reizdarm oder RDS kann eine Darmspiegelung mögliche Ursachen aufdecken. – © bilderzwerg – Fotolia.com

Candida albicans, eine Hefepilzart, die die Infektionskrankheit Candidose verursacht, kann sich an menschlichen Schleimhäuten ansiedeln. Außer im Mundraum, dem Magen und der Speiseröhre kann sich die Pilzinfektion auch im Darm ausbreiten.

Geschwächtes Immunsystem

Bei gesunden Menschen ist eine Candida-Infektion kein Problem, aber bei einem geschwächten Immunsystem haben die Darmpilze ein leichtes Spiel. Oft wird die Immunabwehr auch durch die Einnahme von Antibiotika geschwächt.

Darmpilz Symptome sind – ähnlich wie bei Reizdarm – Verdauungsstörungen wie Blähungen und Diarrhöe.

Diagnose mit dem Reizdarm Test

Der Gesundheitcheck Darm kann die Ursachen eines Reizdarms aufdecken.

Der Gesundheitcheck Darm diagnostiziert schnell und einfach die möglichen Ursachen eines Reizdarmsyndroms. – © medivere GmbH

Die häufigste Ursache für Darmbeschwerden und Reizdarm, ein Befall mit Darmpilzen, lässt sich mit einem Schnelltest diagnostizieren. Der Florastatus Test ist eine mikrobiologische Untersuchung der Darmflora.

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Untersuchung der Darmflora

Dieser Candida-Test umfasst nicht nur schädliche Bakterien, Hefe- und Schimmelpilze, sondern bestimmt auch den Bestand an nützlichen Bakterien. Damit erhalten Sie eine quantitative Aussage über den Status Ihrer aeroben und anaeroben Darmflora. Darüber hinaus werden bei diesem Test weitere, für eine Diagnose wichtige Parameter bestimmt, z. B. der pH-Wert.

Stuhlprobe genügt

Für den Florastatus-Test wird lediglich eine Stuhlprobe benötigt. Alle Materialien für die Probengewinnung sind im Testkit enthalten. Ganz in Ruhe gewinnen Sie nach Anleitung Ihre Stuhlprobe und schicken diese im beiliegenden Versandgefäß an ein zertifiziertes Partnerlabor. Dort wird die Probe von qualifizierten Spezialisten auf Erreger untersucht. Der Darmpilz Test gibt Aufschluss, ob eine Candidose vorliegt.

Wissenschaftliche Auswertung

Die Auswertung des Florastatus-Tests können Sie nach einigen Tagen einfach online abrufen. Ein verständliches Gutachten ist im Preis inklusive. Wenn der Test Candida nachgewiesen hat, können Sie das Untersuchungsergebnis als Grundlage für ein Arztgespräch nutzen und eine geeignete Therapie beginnen.

Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten bei Reizdarm

Dass eine spezielle Pilz-Diät für Reizdarm-Patienten helfen könnte, ist wissenschaftlich nicht belegt und gilt als spekulativ. Aber ein individuelles, mit dem behandelnden Arzt abgesprochenes, Ernährungsprogramm kann neben der Gabe von Medikamenten hilfreich sein. Reizdarmpatienten sollten außerdem viel Flüssigkeit zu sich nehmen, am besten Mineralwasser. Empfehlungen für die Ernährung bei RDS gibt die DGE.

Reiz auslösende Lebensmittel meiden

Da es Lebensmittel gibt, die zu Reizdarmbeschwerden führen können, wie scharfe Gewürze, Süßwaren, Lebensmittel aus Weißmehl, fettreiches Essen, Obst wie Bananen, Trauben, Datteln und Rosinen sollten diese möglichst vermieden werden. Auch zu heiße oder zu kalte sowie kohlensäurehaltige und alkoholische Getränke sind als Auslöser der Beschwerden bekannt.

Gesunde Darmflora aufbauen

Eine weitere Behandlungsmöglichkeit ist eine Darmsanierung. Hierzu werden natürliche, ballaststoffreiche Mittel wie Flohsamen* (Samen der Pflanze Plantago ovata) oder Bentonit* eingenommen, die bewirken, dass der Darm sich beruhigt und wieder normal arbeiten kann. Eine Darmsanierung kann auch nach einer Antibiotika-Einnahme sinnvoll sein. So kann wieder eine gesunde Darmflora aufgebaut werden.

Stress reduzieren

Da bei vielen RDS-Betroffenen die Symptome nach psychischen Belastungssituationen, wie Stress oder Streit auftreten, ist eine begleitende psychotherapeutische Behandlung, die den Ursachen auf den Grund geht, enorm wichtig.

Auch das regelmäßige Praktizieren von Entspannungstechniken wie Yoga, Muskelentspannung, Meditation oder Autogenes Training kann die Beschwerden lindern. Einige Kurse, in denen Sie solche Techniken erlernen können, werden sogar von den Krankenkassen bezuschusst.

Psychische Faktoren berücksichtigen

Eventuell ist auch eine Psycho- und Verhaltenstherapie sinnvoll. Falls ein Verdacht auf Burn-out besteht, gibt es die Möglichkeit, einen Schnelltest durchzuführen, um gegebenenfalls einen Zusammenhang zu erkennen und eine Mitbehandlung oder gezielte Therapie für das Burn-out-Syndrom einzuleiten.

Regelmäßige Bewegung hilft, Körper und Geist in Einklang zu bringen und trägt ebenfalls zur Entspannung bei. Radfahren, Spazierengehen oder Schwimmen sind geeignete Bewegungsformen. Auch spezielle Gymnastikübungen oder Massagen zur Anregung der Darmaktivität werden von Betroffenen erfolgreich gegen RDS angewendet.

Reizdarm und RDS führen zu Verdauungsproblemen wie Durchfall und Bauchschmerzen. Hier auf Heimtest-Schnelltests.de informieren wir Sie umfangreich über Symptome, Ursachen und Therapiemöglichkeiten. Klären Sie mit einem Schnelltest schnell und einfach ab, ob Sie eine Erkrankung haben, die behandelt werden muss.

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Quellen:
https://www.dge.de/presse/pm/essen-und-trinken-beim-reizdarmsyndrom/
https://www. dgvs.de/wissen-kompakt/leitlinien/leitlinien-der-dgvs/reizdarmsyndrom/
https://www.aerzteblatt.de/archiv/111708/Reizdarmsyndrom-die-wichtigsten-Empfehlungen
https://de.wikipedia.org/wiki/Reizdarmsyndrom
https://www.aerztezeitung.de/Politik/Reizdarm-Probleme-zu-wenig-im-Fokus-der-Therapie-253712.html
https://reizdarmselbsthilfe.de/was-ist-ibs