Was ist eine Ketose?

Bekommt der Körper weniger Kohlenhydrate zugeführt, als er für den Stoffwechsel braucht, wandelt er zur Energiegewinnung Proteine und Fette in Ketonkörper um. Dieser Zustand wird als Ketose bezeichnet. Erfahren Sie auf Heimtest-Schnelltests.de, alles Wissenswerte über Ketose und welche Auswirkungen eine Ketose-Diät haben kann.

Eine Ketose kann durch kohlehydratarme Ernährung wie bei der Atkins-Diät entstehen.

Kohlehydratarme Ernährung wie bei der Atkins-Diät kann eine Ketose auslösen. – © snyfer – fotolia.com

Medizinisch gesehen handelt es sich bei der Ketose um einen Stoffwechselzustand, bei dem die Konzentration von Ketonkörpern im Blut und auch außerhalb der Zellen so stark ansteigt, dass die Normwerte überschritten werden.

Verursacht wird dies durch eine Unterversorgung mit Kohlenhydraten. Diese kann im Zusammenhang mit einer Diabetes-Erkrankung auftreten oder auch absichtlich durch Low Carb Diäten, wie die Atkins-Diät, hervorgerufen werden, bei der auf Kohlenhydrate weitgehend verzichtet wird und Fett sowie Proteine zur Energiegewinnung herangezogen werden.

Wie entsteht eine Ketose?

Befindet sich der Körper durch mangelnde Kohlenhydratzufuhr (weniger als 50 g pro Tag bei einem erwachsenen Menschen) im ketogenen Zustand, werden Fette und Proteine verstoffwechselt, um Energie für die Körperfunktionen bereitzuhalten. Stehen auch dies nicht mehr in ausreichendem Maße zur Verfügung, wird das Körperfett zur Energiegewinnung hinzugezogen und in sogenannte Ketonkörper (Aceton, Acetoacetat und β-Hydroxybutyrat) gewandelt.

Damit dies funktioniert, muss der Körper zuerst entsprechende Enzyme bilden. Erst damit funktioniert der Stoffwechsel. Bei einem längeren Verzicht auf ausreichend durch die Nahrung zugeführte Kohlenhydrate gelangt der Körper so in den Fettstoffwechsel und beginnt überschüssiges Körperfett abzubauen.

Ketose bei Diabetes

Um eine diabetische Ketoazidose zu vermeiden, müssen Diabetiker regelmäßig Insulin spritzen.

Diabetiker müssen regelmäßig Insulin spritzen, um eine diabetische Ketoazidose zu vermeiden. – © dmitrimaruta – fotolia.com

Diabetes mellitus ist eine immer weiter um sich greifende Stoffwechselkrankheit, bei der eine Überzuckerung des Blutes (erhöhter Blutzuckerspiegel) vorliegt. Die Krankheit, die mit einem Diabetes Test festgestellt werden kann, kann verschiedene Ursachen, wie genetische Veranlagung aber auch Übergewicht durch falsche Ernährungsgewohnheiten, haben.

Ursachen der Symptome abklären

Um gegen die typischen Diabetes-Symptome, wie Müdigkeit und Schwächeanfälle gegenzusteuern, müssen erkrankte Personen regelmäßig Insulin spritzen. Es sollte in jedem Fall abgeklärt werden, ob nicht eine Histaminintoleranz vorliegt, da einige der Symptome ähnlich deren der Diabetes sind. Für Diabetiker ist es empfehlenswert, die Ketonwerte regelmäßig zu testen, wenn sie dauerhaft erhöhte Blutwerte haben, eine Schwangerschaft vorliegt, bei akuten Erkrankungen oder in Stresssituationen. Mit dem Test wird gemessen, ob sich Ketone im Urin befinden.

Diabetische Ketoazidose

Ein Insulinmangel kann zu einer diabetischen Ketoazidose führen, die unbedingt behandelt werden muss. Hierbei handelt es sich um eine Übersäuerung des Körpers aufgrund des Absinkens des pH-Wertes. Erst, wenn der pH-Wert im Blut unter 7,35 sinkt, spricht man von einer Ketoazidose. Sie äußert sich in Übelkeit, Benommenheit und einem gesteigerten Durstgefühl. Ursachen können eine mangelnde Insulinzufuhr sein, Infektionen oder Magen-Darm-Erkrankungen, Medikamente wie Cortison-Präparate, Flüssigkeitsmangel oder auch eine falsche Ernährung.

Auswirkungen einer Ketose-Diät auf den Körper

Molekulare Struktur der Ketose reductase

Molekulare Struktur der Ketose reductase – © Jawahar Swaminathan and MSD staff at the European Bioinformatics Institute, PDB 1pl8 EBI, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

Viele Menschen wollen dauerhaft und schnell abnehmen. Neben sportlicher Betätigung ist eine Diät eine Möglichkeit, die zum Erfolg führen kann.

Gezielter Verzicht kann helfen

Aber auch bei einer Nahrungsmittelunverträglichkeit kann es sinnvoll sein, seine Ernährungsgewohnheiten auf den Prüfstand zu stellen und auf einige Lebensmittel zu verzichten. Ein Verzicht auf Kohlenhydrate oder eine kohlenhydratarme Ernährung ist eine Möglichkeit. Sie wird beim Heilfasten genauso angewandt wie bei der Atkins-Diät. Bei der ketogenen Diät, auch anabole Diät genannt, wird der Hungerstoffwechsel imitiert.

Gesunde Ernährung nach Plan

Wie bei jeder Diät empfiehlt es sich, auch zu Beginn einer Ketose Diät einen Ernährungsplan für eine gesunde Ernährung aufzustellen. Energie- und Proteinbedarf müssen berechnet werden. Dazu müssen Alter und Gewicht berücksichtigt werden. Im Anschluss wird die sogenannte ketogene Ratio berechnet – sie bestimmt das Gewichtsverhältnis von Fett zu Kohlenhydraten und Proteinen. Das Verhältnis liegt etwa bei 3-4,5:1.

Hauptbestandteil der Ernährung sind dann Fette und Fettsäuren, der kleinere Teil besteht aus Proteinen und ein minimaler Teil aus Kohlenhydraten. Wer an einer Laktoseintoleranz leidet, sollte dies auch berücksichtigen, damit die Proteinzufuhr gewährleistet ist. Da es sich bei der ketogenen Diät um eine sehr strenge Diät handelt, sollte man in regelmäßigen Abständen seinen Ketonwert mit Tests überprüfen.

Positive Aspekte der Ketose-Diät

Eine Ketose-Diät hat positive Auswirkungen auf den Körper: Das Hungergefühl sinkt kontinuierlich, denn die Ketonkörper haben eine hungerstillende Wirkung. Auch verbessern sich die Cholesterinwerte, der LDL-Wert sinkt, während der HDL-Wert sich auf einem optimalen Wert einpendelt. Die Blutzuckerwerte werden verbessert und der Glucagon-Spiegel steigt. Außerdem ist durch die verstärkte Zufuhr von Eiweiß eine ausreichende Versorgung mit essenziellen Aminosäuren sichergestellt.

Negative Aspekte der Ketose-Diät

Bei der ketogenen Diät wird dem Körper viel Wasser entzogen, da Kohlenhydrate im Körper Wasser binden. Werden die körpereigenen Kohlenhydratreserven nun verbraucht, geht das daran gebundene Wasser auch verloren. Dies erklärt auch den starken Gewichtsverlust zu Beginn der Diät. Es muss also viel Flüssigkeit aufgenommen werden. Ketone werden im Urin und mit der Atemluft ausgeschieden, was zu Mund- beziehungsweise Körpergeruch führen kann.

Diagnose mit dem Ketose-Test

Mit einem Ketosetest lässt sich schnell und einfach der Ketonspiegel messen.

Mit einem Ketosetest lässt sich schnell und einfach der Ketonspiegel messen. – © Björn Wylezich – Fotolia.com

Wer im Rahmen einer Diät oder während einer Fasten-Kur über längere Zeit zu wenig Kohlenhydrate zu sich nimmt, kann seine Ketonwerte mittels eines Ketosetests bestimmen. Diese einfach anwendbaren Urinteststreifen, auch Ketosticks oder Ketostix genannt, geben schnell und unkompliziert darüber Auskunft, ob man sich in der Ketose befindet oder nicht.

Diabetiker testen regelmäßig

Auch für Menschen mit einer Diabetes-Erkrankung empfiehlt sich ein regelmäßiger Ketose-Test, um die Ketonwerte zu überprüfen. Da Insulinmangel mit erhöhten Ketonwerten einhergeht, dienen die Ketonwerte Diabetikern als zusätzlicher Hinweis auf den aktuellen Insulinbedarf. Neben der angepassten Insulinzufuhr hilft eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr in Form von Wasser oder isotonischen Getränken, den mit der Ketoazidose einhergehenden Wasserverlust auszugleichen.

Eine Ketose ist ein Stoffwechselzustand, bei dem durch eine Unterversorgung mit Kohlenhydraten die Konzentration von Ketonkörpern im Organismus so stark ansteigt, dass die Normwerte überschritten werden. Folgen einer Ketose sind unter anderem Flüssigkeitsverlust, Kopfschmerzen und das Absinken des pH-Wertes bis hin zu einer Ketoazidose. Mit einem Schnelltest lässt sich der Ketonwert in wenigen Minuten bestimmen.
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Quellen: