Mit einem Diabetes-Test Blutzuckerwerte messen

Ein Diabetes-Test weist Diabetes mellitus in einer Urinprobe nach. Gemessen werden Blutzuckerwerte, die einen Hinweis auf die Zuckerkrankheit geben. Allein in Deutschland sind Millionen Menschen davon betroffen. Erfahren Sie mehr über die Diagnose mit einem Schnelltest und den Umgang mit der Volkskrankheit hier auf Heimtest-Schnelltests.de!

Mit einem Diabetes Test können Sie Ihre Blutzuckerwerte selbst zu Hause messen!

Mit einem Diabetes-Test können Sie selbst zu Hause Ihre Blutzuckerwerte messen! – © Syda Productions / Fotolia.com

Kaum eine Volkskrankheit ist so bekannt und verbreitet wie Diabetes. Wer nicht selbst betroffen ist, hat meist Verwandte oder Freunde, die „zuckerkrank“ sind, wie der Volksmund sagt. Kein Wunder, denn über 7 % der Erwachsenen in Deutschland haben Diabetes. Medizinisch heißt die Krankheit Diabetes mellitus, ein Name mit lateinischen bzw. altgriechischen Wurzeln. Übersetzt bedeutet er „honigsüßer Durchfluss“.

Dass der Urin von Zuckerkranken süßlich schmeckt, war bereits in der Antike bekannt. In Europa wurde die Erkrankung erstmals im Jahr 1675 durch einen englischen Arzt diagnostiziert und wird seitdem erforscht.

Unerkannt und unbehandelt kann die andauernde Überzuckerung schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben und sogar tödlich sein. Deshalb müssen Diabetiker ihr Blut regelmäßig mit einem Diabetes-Test auf Überzuckerung prüfen und bei Bedarf rechtzeitig Insulin zuzuführen.

Da es im Alltag nicht praktikabel ist, für jede Blutzuckermessung einen Arzt aufzusuchen, gibt es Einmaltests und Mehrfachtests für zu Hause. Wer regelmäßig den Blutzucker messen muss, kann ein Blutzuckermessgerät nutzen, um Zeit und Kosten zu sparen.

Menschen, die an Diabetes mellitus erkrankt sind, müssen außerdem eine bestimmte Diät einhalten, ähnlich wie jemand, der eine Nahrungsmittelunverträglichkeit wie Zöliakie oder eine Laktoseintoleranz hat. Insbesondere auf zuckerhaltige Nahrungsmittel müssen Diabetiker verzichten.

Was ist Diabetes mellitus und welche Typen gibt es?

Als Überbegriff für verschiedene Stoffwechselstörungen bezeichnet Diabetes mellitus deren gemeinsame Folge, nämlich eine überhöhte Blutzuckerkonzentration. Unterschiedliche Ursachen führen dazu, dass das Blut zeitweise oder ständig zu viel Zucker enthält, der über den Urin ausgeschieden wird.

Diabetes mellitus verbreitet sich

Weltweit ist eine Zunahme von Diabeteserkrankungen zu beobachten. Laut der International Diabetes Federation (IDF) belegt Deutschland mit rund 7,5 Mio. Diabetesfällen Platz zwei in Europa. Nur in Russland gibt es noch mehr zuckerkranke Menschen. Besonders alarmierend ist jedoch die Zunahme von Diabetes-Neuerkrankungen unter Kindern und Jugendlichen.

Typeneinteilung

Die erste Einteilung von Diabetes mellitus in verschiedene Typen geht auf das Jahr 1965 zurück. Bis 1997 wurden Diabetes-Erkrankungen hauptsächlich danach unterschieden, ob und in welchem Umfang Erkrankte eine externe Insulinzufuhr benötigen. 1998 wurde die Einteilung nach Behandlungsbedarf ersetzt durch Unterscheidung nach Ursachen der Erkrankung. Seit 2009 gilt die aktuelle Einteilung des Diabetes mellitus.

Unterschieden werden demnach zwei Typen der Zuckerkrankheit: Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2. Die allermeisten Betroffenen (über 90 %) haben einen Typ-2-Diabetes. Mit einem Diabetes-Test können beide Typen der Zuckerkrankheit nachgewiesen werden.

Diabetes mellitus Typ 1

Diabetes Typ 1 ist eine Autoimmunerkrankung, die eine Zerstörung der Insulin produzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse zur Folge hat. Der Zellverlust führt zu absolutem Insulinmangel. Die zerstörten Zellen können keine Glukose, den Blutzucker, mehr aufnehmen, wodurch der Zucker in das Blut gelangt. Die Nieren versuchen, den überschüssigen Zucker über den Urin auszuscheiden, sodass eines der typischen Diabetes-Symptome auftritt, ständiger Durst und ständiger Harndrang.

Diabetes mellitus Typ 2

Bei Diabetes Typ 2 produziert die Bauchspeicheldrüse zwar Insulin, jedoch gelangt dieses nicht in die insulinabhängigen Zellen, weil die Zellmembran resistent gegen das Insulin ist. Es entsteht ein relativer Insulinmangel.

Typ-2-Diabetes hat häufig genetische Ursachen, die Anlage dazu ist also vererbbar. Früher wurde diese Form der Zuckerkrankheit als Altersdiabetes bezeichnet. Jedoch kann Typ-2-Diabetes schon bei jungen Menschen auftreten, besonders bei stark übergewichtigen Personen.

Diabetes mellitus Typ 2 wird oft erst durch einen Diabetes-Test erkannt, weil nicht die typischen Symptome der Zucker-Krankheit, sondern eher unspezifische Diabetes-Anzeichen wie Müdigkeit oder Blasenentzündungen auftreten, die aber auch andere Ursachen haben können wie Infektionen durch Chlamydien.

Schwangerschaftsdiabetes

Eine weitere Form der Zuckerkrankheit tritt während der Schwangerschaft auf. Ist also der Schwangerschaftstest positiv ausgefallen, sollte mittels eines Diabetestests sichergestellt werden, dass diese Erkrankung ausgeschlossen werden kann, auch wenn keine Anzeichen für Diabetes vorliegen.

Denn um das Ungeborene zu schützen und eine Schädigung des Fötus zu vermeiden, ist bei Schwangeren eine besonders strenge Kontrolle der Zuckerwerte erforderlich. Zuckerkranke Schwangere müssen eine besondere Diabetes-Ernährung einhalten, um die Blutzuckerwerte zu senken.

Wie kommt es zu hohem Blutzucker?

Die unmittelbare Ursache für eine erhöhte Blutzuckerkonzentration ist Insulinmangel. Dieser kann entweder durch ungenügende Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse entstehen (siehe Abschnitt Typ-1-Diabetes) oder durch Insulinresistenz. Letztere bedeutet, dass zwar genügend Insulin produziert wird, es aber nicht genutzt werden kann (siehe Typ-2-Diabetes).

Warum aber ist Insulin so wichtig? Das Hormon Insulin funktioniert als Botenstoff bei der Energiegewinnung unseres Körpers. Es hilft beim Transport des aus der Nahrung gewonnenen Zuckers (Glukose) in die Zellen. Dort wird die Glukose in Energie umgewandelt und verbraucht. Zellen, die gerade viel Energie brauchen, z. B. damit wir uns bewegen oder denken können, bekommen besonders viel Glukose. Fehlt oder mangelt der Botenstoff Insulin, gelangt der Zucker aber nicht in die Zellen, sondern verbleibt im Blut und reichert sich dort an.

Welche Folgen hat Diabetes?

Nierenschädigung durch Diabetes. Ein Diabetes-Test kann Zuckerkrankheit früh nachweisen.

Früherkennung der Zuckerkrankheit mit einem Diabetes-Test kann Folgeerkrankungen wie eine Nierenschädigung verhindern! – © CDC/ Dr. Edwin P. Ewing, Jr., PHIL

Die möglichen Folgeerkrankungen von Diabetes sind vielfältig und können gravierend sein. Zwei Drittel aller an Diabetes Erkrankten sterben an Herzinfarkt oder Schlaganfall. Die meisten in Deutschland durchgeführten Amputationen sind auf Diabetes mellitus zurückzuführen.

Häufig treten auf:

Symptome und Folgen minimieren

Den Folgen zu hohen Blutzuckers sind Diabetiker jedoch nicht hilflos ausgeliefert. Durch die Gabe von Insulin und die damit verbundene Senkung der Blutzuckerwerte lässt sich die Prognose für die oben genannten Folgeerkrankungen erheblich verbessern.

Mehr Lebensqualität

Voraussetzung dafür sind regelmäßige Messungen der Blutzucker-Werte mit einem Diabetes-Teststreifen oder einem Blutzuckermessgerät. Auf dieser Basis können Zuckerkranke durch bedarfsgerechte Insulingaben eine hohe Lebensqualität erreichen. Selbst Leistungssport ist für Betroffene möglich, sofern der Glucosespiegel im Blut entsprechend der Blutzuckerwerte-Tabelle optimal eingestellt ist.

Risikofaktoren minimieren

Eine auf Daten des Schwedischen Nationalen Diabetesregisters basierende Studie zeigte, was regelmäßige Kontrollen bewirken können. So haben Typ 2-Diabetiker eine annähernd gleich hohe Lebenserwartung wie Gesunde, wenn sie fünf Risikofaktoren durch regelmäßige Messungen und Einhalten von Grenzwerten minimieren:

  • Blutzucker (Glukosekonzentration im Normbereich halten)
  • Blutfett (Cholesterinwerte im Normbereich halten)
  • Nierenwerte (Albuminkonzentration im Urin)
  • Rauchen (nicht rauchen)
  • Blutdruck (Bluthochdruck vermeiden)

Auf Normalniveau verringert sich dadurch außerdem das statistische Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Wie funktioniert ein Diabetes-Test?

Schnell und einfach Ihren Blutzuckerspiegel bestimmen können Sie mit einem Diabetes Test.

Mit einem Diabetes-Test können Sie schnell und einfach selbst zu Hause Ihren Blutzuckerspiegel bestimmen. – © Albert Pschera

Diabetiker müssen regelmäßig Ihre Blutzuckerwerte mit einem Diabetes-Test überprüfen, um den Insulinspiegel gleichmäßig hochzuhalten. Eine Überzuckerung des Blutes kann diabetisches Koma auslösen, an dem Betroffene sterben können.

Selbst die Kontrolle behalten

Mit einem Diabetes-Schnelltest kann aber jeder seinen Blutzucker messen und lebensbedrohliche Folgen der Zuckerkrankheit vermeiden. Neben den urinbasierten Einmaltests gibt es Blutzuckermessgeräte für die regelmäßige Kontrolle des Blutzuckerspiegels.

 

Einmaltests für gelegentliche Kontrollen

Wer erstmals oder einmalig seinen Blutzuckerwert messen möchte, kann dies mit einem preiswerten Einmaltest schnell und einfach selbst zu Hause tun. Dazu genügt eine Urinprobe. Für wenige Euro können Sie Ihren Zuckertest bequem online bestellen und sich zuschicken lassen. Der Test enthält alles, was Sie zur Durchführung brauchen. Außerdem liegt eine Anleitung bei, die mit verständlichen Illustrationen die Vorgehensweise erklärt.

Einfache Handhabung

Urintests sind meist Tauchtests, bei denen ein einzelner Teststreifen aus der Verpackung entnommen und in einen Becher mit Urin getaucht wird. Auf dem Teststreifen ist eine farbliche Markierung aufgebracht. Bis zu dieser Markierung muss der Streifen in den Urin getaucht werden. Anschließend muss der Teststreifen einige Minuten im Trockenen liegen, bis die Farbreaktion erscheint.

Funktionsweise von Urintests

Urintests funktionieren auf der Basis einer chemischen Reaktion. Dazu sind auf dem Teststreifen saugfähige Felder mit Chemikalien aufgebracht. Wird ein Testfeld mit Urin in Kontakt gebracht, kommt es zu einer chemischen Reaktion, die zu einer Verfärbung des Testfelds führt.

Für die Auswertung Ihres Blutzuckertests finden Sie ebenfalls in dem Beipackzettel entsprechende Abbildungen und Erklärungen. So lässt sich das Ergebnis nach wenigen Minuten leicht ablesen.

Blutzuckermessgeräte für regelmäßige Blutzuckerkontrollen

Mit einem Glucometer können Sie regelmäßig Ihren Blutzuckerspiegel kontrollieren.

Mit einem Blutzuckermessgerät oder Glucometer können Sie regelmäßig Ihren Blutzuckerspiegel kontrollieren. – © Sport Moments – Fotolia.com

An Diabetes Erkrankte oder Menschen, die regelmäßig ihren Blutzuckerwert messen möchten, nutzen meist Blutzuckermessgeräte. Diese haben mehrere Vorteile. Erstens ist die Messung auf der Basis von Blut genauer als die auf Urinbasis. Dies ist erforderlich, um die benötigte Insulinzufuhr präzise zu bestimmen.

Mehrfach verwendbar

Außerdem kann ein Blutzuckermessgerät mehrfach verwendet werden. Ersetzt wird immer nur der Teststreifen selbst, der für jeweils eine Messung benutzt wird. Heutzutage sind die Messgeräte klein und handlich und können überall hin mitgenommen werden. Auch gibt es digitale Glukometer, die per App steuerbar sind und für den Alltag größtmögliche Bequemlichkeit bieten.

Funktionsweise von Glucometern

Bei der Funktionsweise von Blutzuckermessgeräten werden zwei Messmethoden unterschieden. Die eine ist die reflektrometrische Messung. Diese läuft in zwei Schritten ab. Zunächst wird durch eine chemische Reaktion auf dem Testfeld eine Farbänderung ausgelöst, sobald die Glucose aus der Blutprobe mit einem auf dem Teststreifen aufgebrachten Enzym in Kontakt kommt. Im zweiten Schritt wertet das Messgerät die Intensität der Farbänderung aus und berechnet die Glukosekonzentration.

Das neuere Verfahren ist die elektrochemische Messung. Bei dieser wird ebenfalls zunächst mit einem Enzym eine Reaktion mit dem Blutzucker ausgelöst. Dabei werden Elektronen freigesetzt. Der Elektronenfluss ist proportional zu der Glucosekonzentration im Blut. Das Blutzuckermessgerät misst mit einem Sensor den Elektronenfluss und berechnet daraus die Blutzuckerkonzentration.

Blutzuckertest positiv – was nun?

Ihr Zuckertest hat erhöhten Blutzucker nachgewiesen? Die Ursache muss nicht gleich eine chronische Zuckerkrankheit sein. Und ein Leben mit Diabetes führt nicht zwingend zu einer Beeinträchtigung der Lebensqualität.

Deshalb sollten Sie nicht in Panik geraten, falls Ihr Zucker-Test ein positives Ergebnis zeigt. Es gibt mittlerweile sehr gute Therapiemöglichkeiten, sowohl für Typ-1-Diabetes als auch für Diabetes Typ 2. Das fehlende Hormon Insulin wird künstlich in Form von Insulinpräparaten zugeführt und ersetzt das fehlende körpereigene Insulin. Besprechen Sie Ihr Testergebnis am besten mit einem Arzt oder einer Ärztin Ihres Vertrauens.

Ist die Zuckerkrankheit heilbar?

Bei der Beurteilung der Heilungschancen von Diabetes mellitus ist zu unterscheiden zwischen Typ 1 und Typ 2 Diabetes. Typ-1-Diabetes ist nicht heilbar, sodass Betroffene lebenslang Insulin spritzen müssen. Dennoch können Typ-1-Diabetiker heutzutage dank moderner Therapiemöglichkeiten ein normales Leben führen.

Typ-2-Diabetes kann maßgeblich durch eine gesunde Lebensweise beeinflusst und in vielen Fällen sogar geheilt werden. Insbesondere diejenigen Diabetiker, die aufgrund von Übergewicht, Fehlernährung und Bewegungsmangel einen zu hohen Blutzuckerspiegel haben, profitieren häufig von einer Änderung ihrer Lebensgewohnheiten.

Führt eine Umstellung der Lebensgewohnheiten noch nicht zu einer Normalisierung der Glukosewerte, stehen Medikamente zur Verfügung, die in Tablettenform eingenommen werden können. Erst wenn auch diese Therapie nicht ausreichend ist, müssen Typ-2-Diabetiker Insulin spritzen.

Zu hoher Blutzucker kann schwere Gesundheitsschäden verursachen. Diabetiker müssen lebenslang ihren Blutzucker messen und für eine ausreichende Insulinzufuhr sorgen. Ein Diabetes-Test weist schnell und einfach überhöhte Glukosewerte nach. Für regelmäßige Kontrollen und präzise Bestimmung des Blutzuckerspiegels empfehlen sich Blutzuckermessgeräte. Ein Glucometer ist mehrfach verwendbar und überall einsatzbereit.

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Quellen:
https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/, abgerufen am 12.02.2020
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/praevention/gesundheitsgefahren/diabetes.html, abgerufen am 12.02.2020
https://de.wikipedia.org/wiki/Diabetes_mellitus, abgerufen am 12.02.2020
https://www.diabetesde.org/, abgerufen am 12.02.2020
https://www.tk.de/techniker/gesundheit-und-medizin/behandlungen-und-medizin/diabetes/diabetes-mellitus-zu-viel-zucker-im-blut-2013480, abgerufen am 12.02.2020
https://www.internisten-im-netz.de/krankheiten/diabetes-mellitus/diabetes-mellitus.html, abgerufen am 12.02.2020
https://www.diabetesinformationsdienst-muenchen.de/, abgerufen am 12.02.2020