Spice, K2 und synthetische Cannabinoide

Die Designerdroge Spice, auch K2 gekannt, ist keine harmlose Räuchermischung. Chemisch entwickelt und in Umlauf gebracht, wirken synthetische Cannabinoide sogar stärker als natürliches Cannabis. Wie die Drogen mit Spice-Tests sicher und konkret nachweisbar sind, erfahren Sie hier auf Heimtest-Schnelltests.de.

Die Droge Spice / K2 enthält synthetische Cannabinoide.

Spice ist eine Droge, die synthetische Cannabinoide enthält. – © Albert Pschera

Lange Zeit schien Spice harmlos in der Wirkung und war legal im Handel erhältlich. Dank der Diskussion um Cannabis wurde die Gefährlichkeit von K2 jedoch massiv unterschätzt.

Erst Drogentote brachten das Problem der Droge in das öffentliche Bewusstsein. Drogenexperten erkannten, wie zerstörerisch sich dieser Drogencocktail auf den menschlichen Körper und Geist auswirkte. Das synthetische Cannabis wurde rasch als sehr gefährlich eingestuft und verboten.

Mit einem herkömmlichen Drogentest konnte bis dahin künstliches Cannabis nach dem Konsum im Körper nicht nachgewiesen werden. Entwickelt wurden daraufhin spezielle Drogentests, die einen Nachweis von künstlichem Cannabis ermöglichen. Diese sind für den Privatbedarf im Online-Handel erhältlich. Vorrangig für Dauerkonsumenten kann sich ein Spice-Drogentest als Hilfe beim Ausstieg aus der Sucht erweisen.

Was ist Spice?

Spice enthält künstliche Cannabinoide wie JWH-018.

Spice enthält künstliche Cannabinoide wie JWH-018, die eine weitaus stärkere Wirkung als THC haben, der natürliche Cannabis-Wirkstoff. – © Rosali Ziller

Spice ist gleichermaßen bekannt unter Synthetic Marijuana oder K2. Offiziell kam die Droge als Rauchmischung verschiedenster getrockneter Kräuter auf den Markt. Sie sollten als Lufterfrischer und Badezusätze die Märkte und Konsumenten begeistern.

Es dauerte nicht lange, bis findige Menschen anderes darin vermuteten. Sie bemerkten rasch die berauschende und beruhigende Wirkung. Im Handel waren sie als Bombay Blue, Monkees go Bananas, Lava Red, Bonzai, Sweed, OMG oder Moon Rocks leicht zu bekommen.

Was steckte dahinter? An den Kräutern konnte es nicht liegen. Spezielle Labors untersuchten daraufhin die Mischungen. Was sie fanden, erklärte einiges. Identifiziert wurde vor allem synthetisches Cannabis (jwh-018,jwh, jwh-073, jwh-200). Einer der Hauptbestandteile von Spice war Cannabicyclohexanol. Die Substanz unterliegt seitdem in Deutschland dem Betäubungsmittelgesetz, Umgang und Handel damit sind strafbar.

Ausgewiesen als Badesalz oder Räucherwertk, sollte die Droge als einfache Duftvariante entspannen. Der Entspannungseffekt fand jedoch in einer anderen Form statt. Konkret ist Spice eine künstliche Cannabis-Variante.

Wie wirken künstliche Cannabinoide?

Synthetische Cannabinoide arbeiten mit einem Wirkspektrum, das dem Cannabinoide-Rezeptor-System ähnlich ist. Der größte Unterschied besteht vorrangig in der wirksamen Dosis, weil künstliche Cannabinoide weitaus stärker wirken als natürliche. Deshalb ist die Wirkung eher vergleichbar mit der von Kokain oder anderen stärkeren Drogen.

Die Spice-Wirkung reicht von völliger Entspannung über grundlose Heiterkeit, völlige Gelassenheit, Anregung des Appetits bis zu verändertem Zeiterleben. Vor allem bei höheren Dosen kann eine eher negative Wirkung der synthetisch erzeugten Droge als Halluzinogen angezeigt sein. Generell wird die K2-Wirkung mit Beeinträchtigung von Konzentrationsfähigkeit sowie Merkfähigkeit temporär in Zusammenhang gebracht, zumindest solange der Rausch anhält.

Wie Lange wirkt Spice/K2?

Räuchermischungs-Analysen zeigten die Wirkung durch Beimengung verschiedenster Cannabinoide. Der Rauschzustand der K2-Droge entsteht, indem sich die synthetischen Cannabinoide an die Cannabinoid-Rezeptoren binden. Bei oraler Einnahme tritt die Spice Wirkung binnen Minuten, beim Rauchen nach frühestens einer Stunde ein.

Oral eingenommen, kann die Dauer zwischen einer halben und 2 Stunden liegen, beim Rauchen beträgt die Wirkungsdauer des Rauschzustands 3 bis 24 Stunden.

Welche Nebenwirkungen haben synthetische Cannabinoide?

Die Wirkung von K2 ist ebenso verheerend wie der anderer Betäubungsmittel wie Psilocybin oder Ketamin. Die Drogen verändern mehr als das Bewusstsein des Konsumenten. Sie bieten kurzfristige Euphorie und Entspannung. Der süchtig machende Faktor wird anfangs gern ignoriert und verdrängt. Die Dosen werden ständig erhöht, um den gleichen Effekt zu erzielen.

In der Medizin wurden diese Substanzen ausgiebig untersucht. In geringen Mengen verabreicht, können sie durchaus positive und erwünschte gesundheitliche Effekte erzielen. Doch die Gefahren sind immens. Zu den häufigen Nebenwirkungen von Spice/K2 zählen folgende Symptome:

  • Angststörungen
  • Panikattacken
  • Horrortrips
  • Psychosen
  • Schwindel
  • Schwächeanfälle
  • Unterschätzung von Gefahren

Die Nebenwirkungen können, genau wie die euphorisierende Wirkung, mehrere Stunden anhalten.

Macht Spice/K2 abhängig?

Drogen wie Spice oder Psilocybin sind prädestiniert für die Gefahr der Abhängigkeit. Dabei gilt, je stärker die Wirkung ist, desto höher ist das Potenzial der Abhängigkeit. Jeder Rausch macht immuner. Das lässt den Konsumenten regelmäßig die Dosen erhöhen. Die damit einhergehenden Nebenwirkungen sind beunruhigender und belastender Natur. Doch für den Kick werden sie vom Konsumenten in Kauf genommen.

Designerdrogen mit fatalen Folgen

Durch diese Effekte gehören gerade Designerdrogen wie künstliches Marihuana, Extacy oder Amphetamine zu den gefährlichsten Dingen schlechthin. Die größte Gefahr entsteht durch ihre Künstlichkeit. Bei natürlichen, aus Pflanzen wie Cannabis gewonnenen Drogen ist die Gefahr der Abhängigkeit zwar ebenfalls gegeben, doch stärker sind die Wirkungen chemischer Neuentwicklungen.

Anders als natürliche Drogen werden Designerdrogen eigens mit dem Ziel entwickelt, ein Rauschmittel herzustellen. Deshalb legen Drogenproduzenten besonders viel Wert auf eine starke Wirkung und ein möglichst hohes Abhängigkeitspotenzial ihres Stoffs. Designerdrogen basieren meist auf synthetisch neu erzeugten oder veränderten chemischen Verbindungen bereits bekannter Drogen.

Wechselwirkungen durch Mischkonsum

Auch Wechselwirkungen bei gleichzeitiger Einnahme unterschiedlicher Drogen bilden ein erhöhtes Risiko der Abhängigkeit. So wird beispielsweise das Schmerzmittel Ketamin gern als Rauschmittel bzw. Psychedelikum eingebunden. Hier scheint die Wirkung vorrangig in einer Trennung zwischen Geist und Körper stattzufinden.

Ähnlich verhält es sich mit dem Schmerzmittel Tramadol. Ergänzend zu künstlichen Cannabinoiden konsumieren Abhängige auch häufig Alkohol, was zu starken Organschädigungen führen kann.

K2 nachweisen mit dem Spice-Drogentest

Anfangs konnten die Wirkstoffe der Droge nicht zuverlässig nachgewiesen werden. Der erste Spice-Schnelltest war lange Zeit umstritten. Drogentests brachten nicht die richtigen Ergebnisse mit der gewünschten Präzision, die Wirkstoffe in den Kräutermischungen blieben des Öfteren unentdeckt.

THC-Test kann Spice nicht nachweisen

Bis 2009 konnten künstliche Cannabinoide auch mit einem THC-Test nicht nachgewiesen werden. Dann wurde ein neuer Spice-Schnelltest auf den Markt gebracht. Mittels eines passenden Urintests konnten sogar im Privatgebrauch die Tests ihre Nützlichkeit unter Beweis stellen. Jetzt ist Spice im Urin nachweisbar, und zwar über einen längeren Zeitraum nach dem Konsum hinweg.

Spezielle Drogentests für künstliche Cannabinoide

Die aktuellen Schnelltests konzentrieren sich vorrangig darauf. Der einstige Hype um die Räuchermischung ist zwar leicht abgeflaut, verschwunden sind Herstellung und Konsum der Designerdrogen jedoch nicht. Weiter entwickelte Spice-Varianten benötigen einen angepassten Spice-Test, um die Wirkstoffe zu erkennen. Der Gedanke, der Nachweisbarkeit bei der Anwendung eines modernen Spice-Drogentest zu entgehen, wird jedoch nicht aufgehen.

Die Drogen Spice, K2 und ihre Varianten können besser und effektiver als früher mit Drogentests nachgewiesen werden. Die Tests sind präziser und vielfältiger geworden. Spice-Drogentests für zu Hause sind inzwischen genauso zuverlässig wie ein Labortest.

Der Konsum künstlicher Cannabinoide wie Spice birgt erhebliche Gesundheitsrisiken. Das Verbot von natürlichem Cannabis treibt die Entwicklung von Designer- und Modedrogen voran. Deren größte Gefahr liegt in ihrer synthetischen Herstellung. Sie ermöglicht einen höheren Wirkungsgrad, der jedoch mit schnellerer Abhängigkeit und gravierenden Nebenwirkungen einhergeht. Ein Spice-Schnelltest kann bis zu 24 Stunden nach dem Konsum die Wirkstoffe im Urin belegen. Die Selbstanwendung gibt Gewissheit, ob der Konsum nachweisbar ist. Hier auf Heimtest-Schnelltests.de können Sie bequem online einen Spice-Test bestellen.

Quellen:
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/5_Publikationen/Drogen_und_Sucht/Berichte/Studie_Spice__Smoke__Sence___Co..pdf, abgerufen am 19.02.2020
https://toxnet.nlm.nih.gov/cgi-bin/sis/search/a?dbs+hsdb:@term+@DOCNO+8002, abgerufen am 19.02.2020
https://www.sag-nein-zu-drogen.de/drogen-info/kraeutermischungen/, abgerufen am 19.02.2020
https://www.getsmartaboutdrugs.gov/drugs/spice–k2–synthetic-marijuana, abgerufen am 19.02.2020
https://www.aerzteblatt.de/archiv/63179/Modedrogen-Spice-im-Eilverfahren-verboten, abgerufen am 19.02.2020
https://www.aerzteblatt.de/archiv/65226/Entzugszeichen-und-Abhaengigkeitssyndrom-nach-Spice-Gold-Konsum, abgerufen am 19.02.2020