Methadon-Abhängigkeit erkennen

Um den Heroinentzug erträglicher zu gestalten, kann die Ersatzdroge Methadon für einen gewissen Zeitraum eingenommen werden. Methadon ist wie Heroin ein Opioid, das jedoch keine starke Euphorie auslöst. Mittels eines Schnelltests ist die Substanz noch einige Tage nach der letzten Einnahme im Urin nachweisbar.

Methadon kann abhängig machen, obwohl es als Ersatzdroge für Heroin verordnet wird.

Methadon ist eine Ersatzdroge für Heroin, doch die Substanz kann selbst abhängig machen. – © Albert Pschera

Übersicht

Bei Methadon handelt es sich um einen Arzneistoff aus der Klasse der Opioide. In der Medizin wird die Substanz eingesetzt, um die Abhängigkeit von Heroin zu behandeln. Heroin ist ein illegales Opioid, welches ein hohes Suchtpotenzial aufweist. Daran starben auch 2018 wieder 1276 Menschen.

Die Ersatzdroge soll dabei helfen, die Entzugssymptome zu mildern und erleichtert so den Entzug für Betroffene. Allerdings macht auch Methadon nach längerer Einnahme abhängig. Um die Substanz nachzuweisen, kann ein Drogentest auf Opioide durchgeführt werden.

Außerdem gibt es Schnelltests auf Methadon, welche bequem von zu Hause aus durchgeführt werden. Dazu wird ein Teststreifen in eine Urinprobe gehalten. Innerhalb von wenigen Minuten kann so die Einnahme bzw. der Missbrauch von Methadon nachgewiesen werden.

Was ist Methadon?

Methadon-Tabletten werden als Droge missbraucht.

Methadon-Tabletten sind zum Gebrauch als Arzneimittel bestimmt, doch werden sie illegal als Droge gehandelt und missbraucht. – © Fuzzform at en.wikipedia, Methadone 40mg, marked as public domain, more details on Wikimedia Commons

Methadon ist ein Arzneimittel, welches ähnliche chemische Eigenschaften wie Morphin aufweist. Es handelt sich bei der Substanz, in den USA als „methadone“ bezeichnet, um ein starkes Opioid.

Begriff der Opioide

Unter dem Begriff Opioide werden verschiedene Substanzen zusammengefasst, welche ein vergleichbares Wirkungsspektrum aufweisen. Allen Opioiden ist gemein, dass sie auf die Opioidrezeptoren des Nervensystems wirken.

Uralte Tradition

Bereits vor Jahrtausenden wurde die schmerzstillende Wirkung von natürlichen Opioiden genutzt. Damals wurde Opium verwendet, welches aus Schlafmohn gewonnen wird. Endogene (körpereigene) Opioide werden vom Körper zur Schmerzstillung ausgeschüttet.

Körperfremde Opioide machen abhängig

Exogene (körperfremde) Opioide, die dem Körper aus medizinischen oder missbräuchlichen Gründen zugeführt werden, können zu einer Abhängigkeit führen. Ein bekanntes Opioid ist Heroin, das stark schmerzstillend wirkt und abhängig macht. Aufgrund des enormen Abhängigkeitspotenzials und der gefährlichen Nebenwirkungen ist Heroin nicht als Medikament zugelassen.

Methadon als Ersatzdroge

Die Ersatzdroge wird bei Abhängigkeit von Heroin eingesetzt, um den Entzug zu erleichtern. Da sich die Substanz als äußerst effektiv zur Substitution von Heroin erwiesen hat, wurde es von der WHO als unentbehrliches Arzneimittel gelistet. Im Gegensatz zu illegalen Drogen wie Heroin verursacht die Ersatzdroge kaum einen Rauschzustand. Wie alle Opioide wirkt es stark schmerzlindernd.

Begrenzter Einsatzzeitraum

Ein Substitutionsprogramm mit Methadon kann jedoch nur über einen festgelegten Zeitraum hinweg durchgeführt werden, da auch die Ersatzdroge nach einiger Zeit abhängig macht. Wird die Substanz eingesetzt, um Entzugssymptome zu verringern, muss stetig die Dosis verringert werden. Nur so wird eine erneute Abhängigkeit von einem anderen Opioid verhindert.

Wirkung und Nebenwirkungen von Methadon

Die Wirkung von Methadon ist vorwiegend schmerzlindernd. Opioidhaltige Medikamente unterscheiden sich von anderen Schmerzmitteln unter anderem dadurch, dass sie keinen Einfluss auf Fieber bzw. Entzündungen haben. Genau wie Benzodiazepine wirken auch Opioide sedierend; sie haben also einen dämpfenden Effekt auf die betroffene Person.

Spice, ein synthetischer Cannabis-Ersatz, hat ebenso eine dämpfende Wirkung. Des Weiteren wirken Opioide atemdepressiv und beeinflussen die Psyche.

Methadon wirkt durch Bindung an Opioidrezeptoren

Alle bei Opioiden beobachteten Wirkungen beruhen auf der Bindung der eingenommenen Substanz an Opioidrezeptoren. Diese speziellen Rezeptoren befinden sich zum Beispiel im Gehirn und Rückenmark. Welche Wirkung Opioide letztlich haben, hängt vom verwendeten Arzneistoff ab.

Verschiedene Substanzen interagieren mit unterschiedlicher Affinität mit den jeweiligen Opioidrezeptoren. Um mittelschwere bis starke Schmerzen zu behandeln, wird gerne Tramadol verschrieben. Dieses Opioid bindet an einen speziellen Opioidrezeptor und wirkt stark schmerzlindernd, doch weist auch dieses Arzneimittel ein hohes Abhängigkeitspotenzial auf.

Bei der Einnahme von Opioiden sollte grundsätzlich immer die niedrigste Dosis, die Wirkung zeigt, verwendet werden.

Gefährliche Nebenwirkungen bei Missbrauch und Mischkonsum

Opioide Nebenwirkungen treten vor allem bei missbräuchlichem Gebrauch, hoher Dosierung oder einem langen Einnahmezeitraum auf. Häufige Nebenwirkungen sind unter anderem Übelkeit, Verstopfung, Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Euphorie, niedriger Blutdruck und Juckreiz.

Darüber hinaus verkleinern sich die Pupillen. Teilweise sind Betroffene nach der Einnahme von Opioiden verwirrt und empfinden Angstzustände. In manchen Fällen kann sich die Wirkung des Mittels umkehren und zu vermehrten Schmerzen führen.

Langfristige Toleranzentwicklung

Bei langfristiger Einnahme entwickeln Betroffene eine Toleranz, was zu einer Suchtproblematik führen kann. Diese unerwünschten Wirkungen sind auch Methadon Nebenwirkungen. Allerdings tritt bei der Einnahme des Heroinersatzstoffs meist keine nennenswerte Euphorie auf.

Wer trotz der Nebenwirkungen Methadon einnimmt, sollte den Stoff zumindest nicht zusammen mit Alkohol oder Benzodiazepinen konsumieren, da dies das Risiko für Gesundheitsschäden steigert. Wird der Stoff überdosiert, tritt der Körper in einen Schockzustand mit Atem- und Kreislaufstillstand.

Methadon-Sucht und Abhängigkeit

Das Sucht- und Schadenspotenzial von Methadon ist erheblich.

Wie hoch das Suchtpotenzial von Methadon ist, zeigt anschaulich diese Grafik. Auch hinsichtlich des physischen Schadenspotenzials liegt die Substanz im oberen Mittelfeld. – © Thomas Wydra Originalversion: Apartmento2 bzw. Gandulf, Rational scale to assess the harm of drugs (mean physical harm and mean dependence) de, marked as public domain, more details on Wikimedia Commons

Das Opioid macht bei längerer Einnahme abhängig. Der Körper entwickelt mit der Zeit eine Toleranz gegenüber der Substanz.

Um dieselbe Wirkung zu erzielen, müssen Betroffene eine höhere Dosis einnehmen, was das Risiko für unerwünschte Nebenwirkungen erhöht. Darüber hinaus ist es ab diesem Zeitpunkt kaum mehr möglich, die jeweilige Substanz ohne Entzugssymptome abzusetzen.

Körperliche und psychische Abhängigkeit

Wer den Stoff über einen längeren Zeitraum hinweg einnimmt, riskiert sowohl eine körperliche Abhängigkeit als auch eine psychische Abhängigkeit. In diesem Punkt unterscheidet sich die Droge von Drogen wie Kokain. Die Einnahme von Kokain führt nämlich zu keiner körperlichen Abhängigkeit. Bei einer Methadonsucht können Betroffene die Substanz nicht weglassen, ohne unter Ängsten, Schlafstörungen, Depressionen und einer Reihe körperlicher Symptome zu leiden.

Der Methadon-Entzug unterscheidet sich kaum vom Heroinentzug. Nicht selten beschreiben Betroffene den Entzug von Heroin als weniger qualvoll als den Entzug von Methadon.

Entzugserscheinungen von Methadon

Methadon-Entzug Symptome treten meist ein bis zwei Tage nach der letzten Einnahme auf und klingen nach etwa zwei bis vier Wochen langsam wieder ab. Welche Intensität die Entzugssymptome aufweisen, hängt davon ab, welche Dosis über welchen Zeitraum hinweg eingenommen wurde.

Darüber hinaus üben Faktoren wie der allgemeine Gesundheitszustand, das Alter und die Einnahme von anderen Medikamenten einen Einfluss auf die Schwere der Symptome aus. Der Entzug der Droge kann unter anderem zu Hitzewallungen, Schüttelfrost, Muskel- und Gelenkschmerzen, Krämpfen, Erschöpfungszuständen, Ängsten und Übelkeit führen.

Betroffene leiden außerdem häufig unter Schlafproblemen. Grundsätzlich sollte ein Methadonentzug nur unter fachärztlicher Begleitung durchgeführt werden, da es sonst zu schwerwiegenden Komplikationen kommen kann. In seltenen Fällen kann ein kalter Drogenentzug ohne ärztliche Überwachung sogar zum Tod führen.

Nachweis mit dem Methadon-Test

Die Wirkungsdauer von Methadon liegt bei 12 – 24 Stunden. Innerhalb von zwei bis drei Tagen nach der letzten Einnahme kann ein Nachweis durch einen Urintest erfolgen. Im Blut kann die Substanz nur innerhalb der ersten zwei Tage nach Einnahme nachgewiesen werden.

Schnelltest für den Heimgebrauch

Für den privaten Gebrauch eignet sich ein Drogenschnelltest. Bei diesem Drogentest Methadon kann bequem von zu Hause aus ermittelt werden, ob die Substanz konsumiert wurde oder nicht. Ein positives Ergebnis bei einem Methadon Test bedeutet, dass eine gewisse Menge der Substanz im Urin nachgewiesen werden konnte. Zur Selbstanwendung werden spezielle Teststreifen verwendet, welche innerhalb von fünf Minuten ein sicheres Ergebnis liefern.

Wie lange ist Methadon nachweisbar?

Ein derartiger Selbsttest fällt innerhalb von ein bis zwei Tagen nach der letzten Einnahme von Methadon positiv aus. Die Einnahme von Opioiden kann durch einen Opioid-Test nachgewiesen werden. Drogentests, die auf Urinproben basieren, können unter anderem durch vermehrtes Trinken vor der Harnabgabe verfälscht werden. Um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten, sollte für den Schnelltest der Mittelstrahl des Morgenurins verwendet werden.

Nachweis mit der Haaranalyse

Länger als einige Tage nach dem letzten Konsum ist die Droge mit einer Haaranalyse nachweisbar. Dieses Verfahren ermöglicht es, die Substanz auch noch Wochen bis Monate später nachzuweisen. Auch Haaranalysen gibt es für Privatanwender für die Selbstdiagnose zu kaufen. Meist werden sie als MPU-Vorcheck verwendet.

Opioide wie Methadon wirken auf die Opioidrezeptoren des Nervensystems und lindern Schmerzen. Da die Ersatzdroge bei richtiger Dosierung kaum zu Rauschzuständen führt, kann es zum Entzug von Heroin eingesetzt werden. Wird der Stoff länger eingenommen, kann es auch hier zu einer Suchtproblematik kommen. Die Einnahme der Substanz ist durch einen Schnelltest innerhalb weniger Minuten nachweisbar. Bestellen Sie jetzt Ihren Methadon Test hier auf Heimtest-Schnelltests.de!

Quellen: