CRP Wert erhöht – was bedeutet das?

Der CRP-Wert wird im Blut gemessen. CRP ist die Abkürzung für C-reaktives Protein und wird in der Leber gebildet. Es kann mit einem Schnelltest gemessen werden. Ein erhöhter Wert spricht für eine Entzündung oder eine Infektion. Dieser Beitrag auf Heimtest-Schnelltests.de widmet sich dem wichtigen Blutwert.

CRP / C-reaktives Protein wird als Indikator möglicher Erkrankungen genutzt.

Molekularstruktur des C-reaktiven Proteins (CRP), das als Indikator möglicher Erkrankungen genutzt wird. – © molekuul.be – Fotolia.com

Oft befinden sich Entzündungen oder Infektionen im Körper, die ohne die Messung von Blutwerten nicht eindeutig diagnostiziert werden können. Besteht ein entsprechender Verdacht, wird das Blut auf C-reaktives Protein oder andere Entzündungswerte untersucht, meist im Rahmen eines Blutbilds und der Bestimmung der Blutsenkung.

Die Höhe dieser Blutwerte sagt aus, ob sich z. B. Bakterien  in Ihrem Körper befinden. Auch bei Krankheiten wie Rheuma sind häufig Entzündungswerte erhöht. Dabei können äußerliche Faktoren wie starke körperliche Arbeit oder Nikotinkonsum den CRP-Blutwert negativ beeinflussen.

Was ist das C-reaktive Protein?

Das C-reaktive Protein stellt einen der wichtigsten Blutwerte dar, wenn es um die Diagnostik einer Infektion oder Entzündung im menschlichen Körper geht. Nach einer Operation wird die Konzentration des Proteins regelmäßig untersucht, um postoperative Komplikationen frühzeitig erkennen zu können. Ein weiterer wichtiger Wert in diesem Zusammenhang ist die Blutsenkung (BSG).

Der Unterschied zwischen diesen beiden Werten besteht darin, dass das CRP wesentlich schneller auf eine entzündliche Erkrankung oder Infektion reagiert als die BSG. Das C-reaktive Protein ist ein Eiweißstoff, der in der Leber gebildet wird. Sobald im Körper eine entzündliche Erkrankung besteht, sondern die weißen Blutkörperchen spezielle Stoffe aus.

Über das Blut gelangen diese Stoffe in die Leber, die daraufhin das C-reaktive Protein freigibt. Die Folge ist, dass dessen Konzentration im Blut steigt. Je nach Art der Erkrankung können auch die Leberwerte zu hoch sein. Allein aufgrund der Tatsache, dass sich Eiweiß im Blut in Form des erhöhten CRP befindet, kann der Arzt jedoch noch nicht sagen, um welche Art von Krankheit es sich handelt. Fest steht jedoch, dass lediglich eine bakterielle Infektion den Proteinwert deutlich steigen lässt, eine Infektion durch Viren dagagen nicht.

Welcher CRP-Wert ist normal?

Wie bei vielen anderen Laborwerten auch, hängt es vom Diagnostikgerät des Labors ab, welches den Normwert darstellt. Jeder gesunde Mensch hat C-reaktives Protein im Blut. In der Regel gilt ein Wert bis zu 5 mg/l als CRP-Normalwert. Eine bakterielle Infektion kann in diesem Messbereich praktisch immer ausgeschlossen werden. Aus einer CRP-Wert-Tabelle können Sie entnehmen, welche Werte normal, welche leicht und welche stark erhöht sind.

Die Höhe des Wertes gibt Aufschluss über die grobe Art der Erkrankung. Steigt Ihr Wert beispielsweise auf 50 mg/l an, so werden Sie vermutlich an einer eher leichteren Erkrankung leiden, während ein Wert von 100 mg/l oder höher auf eine schwerere Krankheit hinweist. Schon kurz nach Beginn der Infektion wird der CRP-Wert im Blut erhöht sein. Sie bemerken in diesem Stadium häufig noch nichts von Ihrer Erkrankung.

Was sagt der CRP-Wert aus?

Ein hoher CRP Wert kann auf Arteriosklerose hinweisen.

Ein hoher CRP-Wert kann auf eine Entzündung, Infektion oder auch Arteriosklerose hinweisen, die zum Verschluss von Blutgefäßen führen kann. – © NHLBI via Wikimedia Commons

Immer dann, wenn Ihr Arzt eine Entzündung in Ihrem Körper vermutet, wird er unter anderen Parametern auch das CRP bestimmen lassen. Ein erhöhter CRP-Wert spricht für eine akute Entzündung entweder im gesamten Körper oder auch nur in einem einzelnen Körperteil. Sobald eine Entzündung vorliegt, steigt das CRP innerhalb weniger Stunden teilweise sogar um das Tausendfache seiner normalen Höhe an.

Dass das CRP quantitativ bestimmt wird und nicht einfach nur festgestellt wird, ob der Wert erhöht ist oder nicht, hat einen wichtigen Grund. Die Höhe des Wertes sagt aus, wie ernst Ihre Erkrankung ist. Ein zu niedriger Wert hat meist keine Aussagekraft. Ein zu hoher Wert kann jedoch auf Krankheiten wie eine Arteriosklerose (umgangssprachlich auch Arterienverkalkung genannt), eine Lungenentzündung, eine Harnwegsinfektion, einen Herzinfarkt oder auch auf Tumorerkrankungen hinweisen.

Es gibt aber auch Patienten, bei denen der hohe CRP-Wert Polyarthritis (Rheuma) bestätigt. Die Höhe des Wertes während einer Behandlung sagt aus, ob diese anschlägt oder ob das verordnete Medikament oder die begonnene Therapie keine Wirkung zeigt. Schlägt eine Therapie an, wird die Konzentration des C-reaktiven Proteins rasch wieder sinken.

CRP-Wert messen – wie geht das?

Den CRP-Wert wird meist im Labor ermittelt, wenn der Arzt einen entsprechenden Auftrag erteilt. Dazu wird eine Blutprobe benötigt. Diese wird entweder im Rahmen einer normalen Blutabnahme aus der Vene oder durch einen Piks in die Fingerkuppe oder das Ohrläppchen gewonnen. Den Bluttest aus der Fingerkuppe kennen Sie vielleicht vom Blutzuckertest. Wie auch bei diesem Test wird mit einer Lanzette in die Fingerkuppe gepikst und so einige Tropfen Blut gewonnen.

Schon wenige Stunden nach Beginn einer Infektion kann im Blut der CRP-Test ein auffälliges Ergebnis zeigen. Je nach Art des Testes wird z. B. eine spezielle Lösung mit dem Blut vermischt und dann einige Tropfen auf ein Probenfeld gegeben. Der CRP Nachweis kann erbracht werden, indem das Testergebnis abgelesen wird.

CRP selbst messen mit einem Schnelltest

Mit einem Schnelltest können Sie Ihren CRP-Wert bestimmen.

Bestimmen Sie Ihren CRP-Wert mit einem Schnelltest! – © Rosali Ziller

Wird ausschließlich dieser Wert benötigt, muss die Blutprobe nicht extra ins Labor eingeschickt werden, denn es gibt gute und zuverlässige Schnelltests. Für CRP gibt es Heimtests, die explizit für die Selbstanwendung bestimmt sind. Diese Schnelltests sind frei verkäuflich und können auch zu Hause durchgeführt werden.

Achten Sie beim Kauf Ihres CRP-Tests darauf, dass dieser vom Hersteller für die Selbstanwendung zugelassen ist. Einige Hersteller bieten Ihre CRP-Tests nur für den professionellen Gebrauch an. Diese Schnelltests werden in Arztpraxen durchgeführt, wenn unklar ist, ob eine Infektion oder Erkrankung durch Viren oder aber durch Bakterien ausgelöst wurde.

Nur bei bakteriellen Infektionen erhöht sich der Wert des Proteins. Einen CRP-Test können Sie bequem online bestellen, beispielsweise hier auf Heimtest-Schnelltests.de bestellen. Nach wenigen Minuten ist das Ergebnis abzulesen.

Je nach Hersteller des Schnelltests zeigt eine unterschiedliche Anzahl an Linien auf dem Teststreifen die Höhe des CRP-Wertes im Blut an. Auch ein ungültiges Testergebnis wird angezeigt. Diese Testmethode ist genauso sicher wie ein Labortest, geht aber wesentlich schneller, weil das Blut nicht erst an ein Labor weitergeleitet werden muss, wo die Auswertung oft mehrere Tage in Anspruch nimmt.

CRP-Wert zu hoch – was tun?

Eine gesunde Lebensweise mit viel Bewegung hilft, den CRP Wert zu senken.

Eine gesunde Lebensweise mit regelmäßiger Bewegung und Abbau von zu viel Körperfett hilft, den CRP-Wert zu senken. – © Albert Pschera

Wie viele andere Werte im Blut auch, so ist auch das CRP beeinflussbar. Ist Ihr Wert also aus unerklärlichen Gründen zu hoch, so sollte an die Faktoren gedacht werden, die das C-reaktive Protein zu hoch erscheinen lassen.

Zu diesen Faktoren gehören in jedem Fall der Alkohol und das Nikotin. Wenn Sie rauchen und immer wieder einmal Alkohol trinken (Sie müssen deshalb noch lange kein Alkoholproblem haben), so kann dies den Wert in die Höhe treiben. Gleiches gilt, wenn Sie an einer ernährungsbedingten Stoffwechselstörung leiden.

Diese Faktoren, die mit der individuellen Lebensweise zusammenhängen, kann jeder Mensch selbst beeinflussen. Durch eine gesunde Lebensweise, ausreichend Bewegung, den Abbau von zu viel Körperfett und Verzicht auf Genussmittel wie Nikotin und Alkohol lässt sich der CRP-Wert senken.

In vielen Fällen ist jedoch eine Infektion der Grund dafür, dass das CRP erhöht ist. Wenn der erhöhte Wert den Verdacht auf eine bakterielle Erkrankung bekräftigt, wird Ihnen Ihr Arzt vermutlich Antibiotikum verordnen. Gerade bei Erkrankungen, z. B. einer  Lungenentzündung, kann mit einem raschen Beginn der Behandlung eine schnelle Besserung der Beschwerden erzielt werden. Während einer Therapie wird der Wert weiterhin regelmäßig untersucht.

Schlägt die Therapie (z. B. die Antibiotikabehandlung oder die Therapie mit neuen Rheumamedikamenten) an, so wird der Wert wieder sinken. Für den Arzt ist dies das Zeichen, dass die Therapie Erfolg versprechend ist. Umgekehrt spricht ein gleichbleibend hoher Wert dafür, dass die Medikamente nicht ansprechen und ein anderes Präparat verordnet werden muss.

Ist der CRP-Wert erhöht, so muss nach der Ursache geforscht werden. Der Eiweißwert sagt lediglich aus, ob sich eine Entzündung oder Infektion im Körper befindet, nicht wo sich diese befindet. Je nach Höhe des Wertes, für dessen Bestimmung nur einige Tropfen Blut notwendig sind, kann eine eher harmlose oder sogar lebensbedrohliche Erkrankung vorliegen. Es gibt auch immer wieder Menschen, bei denen das C-reaktive Protein chronisch zu hoch ist, ohne dass sie eine akute Infektion im Körper haben. In diesem Fall besteht die hohe Wahrscheinlichkeit, dass eine Arteriosklerose vorliegt. Diese Krankheit kann zu einem Schlaganfall oder einem Herzinfarkt führen, wenn sie unbehandelt bleibt. Einen CRP-Test können Sie hier auf Heimtest-Schnelltests.de bestellen.

Quellen:
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2018/05/04/hausaerzte-beschluss-zu-laborleistungen-vor-antibiotikagabe-ist-praxisfern, abgerufen am 30.11.2020
https://de.wikipedia.org/wiki/C-reaktives_Protein, abgerufen am 30.11.2020
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2019/12/17/rathaus-apotheke-in-hagen-bietet-crp-schnelltests-an, abgerufen am 30.11.2020
https://www.internisten-im-netz.de/mediathek/blutbild-erklaerung/c-reaktives-protein.html, abgerufen am 30.11.2020
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/105947/CRP-Schnelltest-reduziert-Einsatz-von-Antibiotika, abgerufen am 30.11.2020
https://www.charite.de/fileadmin/user_upload/microsites/m_cc05/ilp/referenzdb/28958.htm, abgerufen am 30.11.2020