STD oder STI? Sexuell übertragbare Krankheiten

STD ist die Abkürzung für den englischsprachigen Begriff sexually transmitted diseases, STI die Kurzform für sexually transmitted infections. Auf Deutsch bedeutet das sexuell übertragbare Krankheiten und Infektionen. Welche Krankheiten dazu zählen und was Sie tun können, um sich vor einer Infektion zu schützen, erfahren Sie hier auf Heimtest-Schnelletsts.de.  

STD und STI werden durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen.

Ungeschützter Geschlechtsverkehr mit wechselnden Partnern ist der Hauptübertragungsweg für STI und STD. – © stefan_weis – Fotolia.com

Die Begriffe STD und STI werden oft synonym gebraucht. Es geht in beiden Fällen um die Übertragung von Krankheiten in Form von Infektionen beim Sex oder Geschlechtsverkehr. Übertragen werden die Infektionen und Krankheiten durch Viren, Bakterien, Arthropoden, Protozoen und Pilze. Weil STI, sexuell übertragbare Infektionen, nicht zwingend zu einer Erkrankung führen müssen, unterscheiden Experten jedoch zwischen STI und STD.

Sind STD und STI das Gleiche wie Geschlechtskrankheiten?

Sexuell übertragbare Infektionen (STI) müssen nicht in jedem Fall eine Krankheit auslösen. Und auch STD, sexuell übertragbare Krankheiten, sind nicht gleichzusetzen mit Geschlechtskrankheiten. Das liegt daran, dass Geschlechtskrankheiten für den behandelnden Arzt gesetzlich meldepflichtig sind, STD aber nicht. Nicht meldepflichtig ist beispielsweise eine Infektion mit Chlamydien.

Zu den klassischen Geschlechtskrankheiten zählen Syphilis, HIV, Gonorrhö (Tripper), Ulcus molle (Weicher Schanker) und Lymphogranuloma venereum (Venerisches Granulom). Die meldepflichtigen Geschlechtskrankheiten beschränken sich in Deutschland aktuell auf Syphilis und HIV.

STD/STI – Das sind die häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten

Die Deutsche STI-Gesellschaft nennt folgende STD/STI als häufigste durch sexuelle Praktiken übertragbare Infektionen:

  • Chlamydien, Syphilis und Gonorrhoe bzw. Tripper (übertragen durch Bakterien)
  • HIV, HPV (Humane Papillomaviren), Hepatitis B und Herpes genitalis (übertragen durch Viren)
  • Filzläuse, Krätze (Scabies) und Trichomonas vaginalis (übertragen durch Parasiten)
STD/STI Herpes genitalis

Zu den STD/STI, den sexuell übertragbaren Krankheiten und Infektionen, zählen Herpes simplex und Herpes genitalis, der Lippenbläschen verursacht. – © CDC/Dr. Herrmann, Herpes(PHIL 1573 lores), als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

Viele Menschen wissen nicht, dass auch in Deutschland STI und STD weit verbreitet sind. Deshalb können die Fallzahlen erschreckend hoch erscheinen. Es handelt sich um Infektionen pro Jahr in Deutschland:

  • Chlamydien-Infektionen: 100.000
  • Herpes simplex: 80.000
  • HPV: 80.000
  • Gonorrhoe: 16.000
  • Syphilis: 4.600 im Jahr 2012.

Die Anzahl der Neuinfektionen ist für einige sexuell übertragbare Erkrankungen in den letzten Jahren stark angestiegen. Das ist deshalb besonders beunruhigend, weil gerade die nicht meldepflichtigen STD/STI oft erst spät erkannt werden und dann umso schwieriger zu behandeln oder auszuheilen sind. Auch können dann Langzeit-Folgeschäden entstehen, beispielsweise Unfruchtbarkeit durch Chlamydien-Infektionen.

Allein davon sind in Deutschland über 100.000 Frauen betroffen. Auch das Risiko, durch eine unbemerkte Infektion mit HPV an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, sollte nicht unterschätzt werden, auch wenn es inzwischen eine Impfung gegen diese Viren gibt.

Deshalb sollte sich jeder, der sich mit STD oder STI angesteckt haben könnte, sicherheitshalber einen Test machen. Dazu ist nicht unbedingt gleich ein Arztbesuch erforderlich, denn auch Heimtests sind eine Alternative. Wenn Ihr Hometest jedoch positiv ausfällt, sollten Sie einen Internisten aufsuchen, um eine wirksame Therapie einzuleiten.

Welches sind typische Symptome sexuell übertragbarer Infektionen?

std sti-chlamydia

Ausfluss ist ein typisches Symptom von sexuell übertragbaren Infektionen und Krankheiten (STI und STD).  – © With kind permission from SOA-AIDS Amsterdam, SOA-Chlamydia-trachomatis-female, CC BY-SA 3.0

STI und STD haben zwar vielfältige Symptome, da es sich bei sexuell übertragbaren Infektionen um unterschiedliche Erreger und Krankheiten handelt. Dennoch gibt es einige typische Anzeichen von STI, die bei vielen dieser Infektionen vorkommen. Vor allem sind zu nennen:

  • Ausfluss aus dem Penis oder der Vagina
  • Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen
  • Schwellungen in der Leistengegend.

Besonders gefährlich sind jedoch diejenigen STI, die ohne deutliche Beschwerden verlaufen. Unbemerkt und unbehandelt, werden die Erreger an Sexualpartner übertragen und verbreiten sich weiter in der Bevölkerung. Zu spät erkannt, können einige STD irreparable Gesundheitsschäden verursachen oder sogar tödlich enden wie HIV oder AIDS. Alleine an Hepatitis B, einer Leberinfektion, die nicht nur schlechte Leberwerte verursacht, sondern das lebenswichtige Organ zerstört, sterben jährlich mehr Menschen als an allen anderen STD/STI zusammen.

Gewissheit mit dem Schnelltest

Wenn Sie Symptome bei sich oder Ihren Sexualpartnern bemerken, sollten Sie deren Ursache klären. Dazu können Sie entweder zum Arzt gehen und die Symptome abklären lassen, oder Sie können einen STD Schnelltest für die Selbstanwendung zu Hause nutzen.

Einzel- oder Mehrfachtests

Es gibt Selbsttests für einzelne STI und Geschlechtskrankheiten wie Chlamydien oder Syphillis, aber auch Mehrfachtests für alle häufigen STD. Die Durchführung ist einfach und schnell. Ein Arztbesuch ist dazu nicht erforderlich. Je nachdem, für welchen Test Sie sich entschieden haben, genügt eine Urinprobe oder ein Abstrich, um den Test durchzuführen.

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Empfehlenswerte STD/STI Tests für die Selbstanwendung können Sie hier auf Heimtest-Schnelltests.de diskret und bequem online bestellen. In neutraler Verpacckung erhalten Sie Ihr Testset mit allem Zubehör, was Sie für die Anwendung benötigen. Nach wenigen Minuten haben Sie Gewissheit, ob eine Infektion mit einer sexuell übertragbaren Krankheit vorliegt oder nicht.

Wenn Sie einen Schnelltest für zuhause nutzen und dieser positiv ausfällt, suchen Sie einen Arzt auf, um eine geeignete Therapie einzuleiten.

Wie kann ich mich vor STD und STI schützen?

Kondome schützen vor STD und STI.

Kondome schützen vor STD und STI, den sexuell übertragbaren Krankheiten und Infektionen! – © Albert Pschera

Trotz der hierzulande weit fortgeschrittenen sexuellen Aufklärung steigt die Anzahl der Infektionen mit STI/STD stetig an. Vielfältigere sexuelle Praktiken wie Oral- und Analverkehr tragen dazu bei, dass Erreger schneller und einfacher in einen fremden Organismus eindringen können.

Partner/in untreu?

Auch eine Zunahme der Fälle sexueller „Untreue“ in Form von außerehelichen Beziehungen und Seitensprüngen erhöht das Risiko, den unwissenden Partner zu infizieren.  Dabei ist es relativ einfach, das Ansteckungsrisiko zu minimieren, wenn man nur einige Regeln beachtet. Wer Sex mit unbekannten oder wechselnden Partnern hat, sollte immer Kondome benutzen und Safer Sex praktizieren. Natürlich ist eine Infektion mit sexuell übertragbaren Krankheiten auch dann nie völlig auszuschließen, aber die Wahrscheinlichkeit dafür sinkt drastisch.

Impfmöglichkeiten nutzen

Auch die Möglichkeit, sich durch Impfungen vor einigen STI und STD zu schützen, sollte jeder sexuell aktive Mensch nutzen. Hierzu zählen die Impfung gegen HPV und Hepatitis-B.  Sollten Sie dennoch den Verdacht haben, sich mit einer durch Geschlechtsverkehr übertragbaren Erkrankung infiziert zu haben, lassen Sie sich testen und von einem Arzt beraten. Je früher eine STI erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen.

STD und STI sind sexuell übertragbare Krankeiten und Infektionen. Dazu zählen auch die meldepflichtigen Geschlechtskrankheiten Syphilis und HIV. Unbehandelt, können einige STD schwere Gesundheitsschäden verursachen oder sogar tödlich enden. Wenn Sie den Verdacht haben, sich mit einer STD infiziert zu haben, nutzen Sie einen Schnelltest, um Gewissheit zu bekommen. Je früher STD und STI erkannt werden, desto größer sind die Heilungschancen. Einen wirksamen Schutz vor einer Infektion mit sexuell übertragbaren Kranheiten bieten die Praktiken des Safer Sex, insbesondere die Benutzung von Kondomen.

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