Östrogenmangel – Symptome, Diagnose, Therapie

Die „Hormone“ – gemeint sind Östrogene – werden für Stimmungsschwankungen bei Frauen verantwortlich gemacht. Mittlerweile haben Wissenschaftler jedoch weit mehr Wirkungsmechanismen aufgedeckt. Lesen Sie auf Heimtest-Schnelltests.de, wie  Östrogenmangel und Östrogendominanz den Stoffwechsel, Blutgefäße und den Herz-Kreislauf bei Frauen und Männern beeinflussen!

Als natürliches Östrogen zählt Östradiol zu den weiblichen Sexualhormonen.

Östradiol zählt zu den natürlichen Östrogenen, den weiblichen Sexualhormonen. In mikronisierter Form sieht es aus wie weißes Pulver. – © Danny S., Estradioli benzoas by Danny S. – 001, CC BY-SA 3.0

Die Östrogene (auch: Estrogene) üben ihre stärkste Wirkung auf die Geschlechtsorgane der Frau aus. Sie steuern den monatlichen Zyklus und sind für eine erfolgreiche Befruchtung und Schwangerschaft von Bedeutung.

Natürlicherweise nimmt die Östrogenproduktion mit dem Alter ab. Für die Frau in den Wechseljahren bedeutet das einen Östrogenmangel, der in vielen Fällen von verschiedenen Beschwerden begleitet wird. Während noch vor einigen Jahren sehr rasch Hormone, auch zur Vorbeugung, verschrieben wurden, hat sich inzwischen ein Wandel vollzogen. Anstelle der Hormonersatztherapie wird immer häufiger auf die Effekte natürlicher Produkte gesetzt. Hormonbehandlungen bleiben ausgewählten Fällen vorbehalten.

Was ist Östrogen und wie wirkt es?

Östrogen steuert den weiblichen Zyklus im Zusammenspiel mit anderen Hormonen.

Östrogen steuert im Zusammenspiel mit anderen Hormonen den weiblichen Zyklus. – © reineg – Fotolia.com

Östrogene (in der Fachsprache: Estrogene) ist der Sammelbegriff für die weiblichen Geschlechtshormone, zu denen Östradiol, Östron und Östriol gehören.

Chemisch gesehen sind es Steroidhormone, die sich vom Cholesterin ableiten. Ihre Bildung verläuft über Testosteron, eine Erklärung für die Tatsache, dass auch Androgene im Körper von Frauen zu finden sind.

Östradiol ist das wichtigste Östrogen

Östrogene werden aus dem sogenannten Gelbkörperhormon, dem Progesteron, im Eierstock (Ovar), im Mutterkuchen (Plazenta) schwangerer Frauen und in der Nebennierenrinde produziert. Männer weisen in den Hoden ebenfalls Östrogene auf. Östradiol (auch: Estradiol) ist der wichtigste Vertreter und besitzt eine deutlich höhere Aktivität als Östron und Östriol.

Wie wirken Östrogene?

Die bekannteste Östrogen-Wirkung betrifft den Menstruationszyklus. Das Hormon unterstützt die Reifung des unbefruchteten Eies im Eierstock und sorgt dafür, dass der Schleimpfropf im Gebärmutterhals (Zervix) während des Eisprungs für Spermien leichter passierbar ist. Unmittelbar vor dem Eisprung erreicht die Östrogenproduktion ihr Maximum.

Wichtig für die Fortpflanzung

Östrogene spielen somit bei der Fortpflanzung eine entscheidende Rolle. Sie beeinflussen die Entwicklung der weiblichen Brust, die weibliche Stimme und das Unterhautfettgewebe und sind in der Gebärmutter (Uterus) für den regelmäßigen Wiederaufbau der Schleimhaut während des Menstruationszyklus verantwortlich.

Starke Knochen durch Östrogene

Östrogene wirken ebenfalls auf den Knochenstoffwechsel, indem sie den Knochenabbau herabsetzen und Knochen bildende Zellen begünstigen. Durch Östrogene können Wassereinlagerungen an verschiedenen Stellen im Körper gefördert werden.

Wie entsteht Östrogenmangel?

Eine der Ursachen für Östrogenmangel ist eine Gelbkörperschwäche.

Eine der Ursachen für Östrogenmangel ist eine Gelbkörperschwäche, wodurch weniger Östrogen produziert wird. – © 7activestudio – Fotolia.com

Die verminderte Produktion gehört zu den häufigsten Östrogenmangel-Ursachen. Ein Östrogenmangel stellt sich natürlicherweise bei Frauen mit fortschreitendem Lebensalter ein.

Hormonproduktion sinkt

Während der Wechseljahre der Frau beenden die Eierstöcke nach und nach die Bildung dieser Hormone. Eine eingeschränkte Funktion der Eierstöcke tritt darüber hinaus bei Fehlentwicklungen dieses Organs und bei operativer Entfernung im Rahmen einer Krebserkrankung auf.

Wechseljahre bei Männern

Auch bei Männern verändert sich während der Wechseljahre, der sogenannten Andropause, das hormonelle Gleichgewicht. Meist wird ein Testosteronmangel für Wechseljahresbeschwerden bei Männern verantwortlich gemacht. Doch auch ein Östrogenmangel kann beim Mann in Wechseljahren erhebliche gesundheitliche Beeinträchtigungen verursachen.

Organische Ursachen

Die Produktion der Östrogene wird in der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) gesteuert. Veränderungen an dieser Stelle können ebenfalls die Östrogene betreffen, führen jedoch zu weiterreichenden Hormonstörungen, weil dieses Organ mehrere Hormone beeinflusst. In der Nebenniere werden die Vorstufen der Östrogene hergestellt.

Östrogenmangel durch Krankheiten

Erkrankungen der Nebennieren (Nebenniereninsuffizienz) haben eine verminderte Produktion von Dehydroepiandrosteron (DHEA) zur Folge, das im Körper zu Östrogen umgesetzt wird. Eine häufige Ursache bei unerfülltem Kinderwunsch stellt die Gelbkörperschwäche dar. Liegt eine solche vor, wird zu wenig Progesteron gebildet, was sich als Östrogenmangel manifestiert.

Synthetische Östrogene in den Verhütungsmitteln reduzieren die körpereigene Synthese. Wenn diese die Funktionen des natürlichen Östrogens nicht in vollem Umfang übernehmen, kann dies in einigen Fällen Östrogenmangel verursachen.

Östrogenmangel bei Jugendlichen

Eine besondere Situation stellt die verzögert einsetzende Pubertät, als Pubertas tarda (lateinisch, pubertas, Geschlechtsreife, tarda, gehemmt) bei Jugendlichen dar. Merkmale sind eine verspätete Entwicklung der Brust und des Hodens. Sie kann durch Wachstums- und Hormonstörungen sowie chronische Erkrankungen bedingt sein.

Betroffen sind nicht selten magersüchtige Jugendliche und Hochleistungssportler. Verschiedene Geschlechtshormone, auch die Östrogene, zeigen erniedrigte Werte.

Symptome und Folgen von Östrogenmangel

Einige Östrogenmangel-Symptome sind als Klimakteriumsbeschwerden geläufig. Dazu gehören Schlafstörungen, Hitzewallungen und Schweißausbrüche sowie trockene Schleimhäute, die Infektionen der Scheide und der Harnwege zur Folge haben können.

Als akute Anzeichen zeigen sich Störungen des Menstruationszyklus, auch Zusatzblutungen. Bei andauerndem Mangel können depressive Verstimmungen, Reizbarkeit, Konzentrations-, Haut- und Haarprobleme und erhöhte Blutfettwerte, in seltenen Fällen Herzrhythmusstörungen und Gelenkbeschwerden hinzukommen.

Erhöhtes Osteoporoserisiko

Östrogenmangel bringt ein erhöhtes Osteoporose-Risiko mit sich.

Bei Östrogenmangel besteht ein erhöhtes Osteoporose-Risiko. – © reineg – Fotolia.com

Ein weiterer wesentlicher Zusammenhang, der besonders für Frauen in den Wechseljahren bedeutend ist, besteht zwischen Östrogen und dem Knochenstoffwechsel.

Mit dem Mangel wird das Gleichgewicht zwischen Knochenaufbau und abbauenden Prozessen zugunsten der abbauenden verschoben, sodass Neigung zu Osteoporose besteht.

Ähnliches tritt bei Müttern in der Stillperiode auf, wenn zusätzlich mit der Muttermilch große Mengen Kalzium abgegeben werden.

Deshalb wird die Einnahme von Vitamin D und Kalzium empfohlen. Vitamin-D-Mangel beeinflusst nicht nur den Knochenstoffwechsel, sondern erschwert auch den Aufbau von Sexualhormonen. Veränderungen des Zervixschleims bei vermindertem Östrogen verhindert die Befruchtung und kann die Ursache eines unerfüllten Kinderwunsches sein.

Psychische Auswirkungen von Östrogenmangel

Depressionen werden ebenfalls zu den möglichen Östrogenmangel-Folgen gezählt. Östrogen wirkt auf aktivierende Botenstoffe wie Serotonin, Dopamin und Noradrenalin. Bei einem Mangel kehrt sich die Situation um: Die Mengen des Glücksbotenstoffs Serotonin und des euphorisierenden Dopamins verringern sich.

Inwiefern diese Vorgänge Einfluss auf die Stimmungsschwankungen und die depressiven Phasen vor der Menstruation, nach der Geburt oder in den Wechseljahren hat, ist noch nicht abschließend geklärt.

Belastend können sich außerdem chronische Haut- und Schleimhautprobleme auswirken. So steht die Entwicklung bestimmter Scheidenpilze (Vaginalpilz) mit den Hormonschwankungen im Zusammenhang. Einige Erreger des Pilzes können sich bei höheren Östrogen Konzentrationen besonders gut vermehren. Wer unter chronischen Hautproblemen leidet, sollte deshalb eine Hormonstörung als Ursache in Betracht ziehen.

Auch Männer sind betroffen!

Die weitverbreitete Vorstellung, für Männer spiele Östrogen keine Rolle, ist falsch. Typische Männerprobleme wie Schlaflosigkeit, Konzentrationsprobleme oder Erektionsprobleme können nicht nur durch Testosteronmangel, sondern auch durch Östrogenmangel verursacht werden.

Ist das hormonelle Gleichgewicht gestört, müssen alle beteiligten Hormone in eine mögliche Therapie mit einbezogen werden, um die körperliche und emotionale Gesundheit, Potenz und Leistungsfähigkeit des betroffenen Mannes wieder herzustellen.

Östrogendominanz – zu viel Östrogen?

Beschwerden im Zusammenhang mit dem Östrogenspiegel machen Mädchen und Frauen unterschiedlichen Alters zu schaffen. Eine große Zahl leidet monatlich unter dem prämenstruellen Syndrom (PMS), andere plagen Beschwerden in den Wechseljahren.

Nicht zu vergessen die Frauen, deren Kinderwunsch sich nicht erfüllt. Ein Ungleichgewicht, das die Hormone Östrogen und Progesteron betrifft, gilt als Ursache zahlreicher typischer Frauenbeschwerden. Interessanterweise wird dabei von einem primären Progesteronmangel ausgegangen, der zu diesem Ungleichgewicht führt. Im Vergleich dazu ist Östrogen im Überschuss vorhanden, sodass eine Östrogendominanz vorliegt.

Symptome einer Östrogendominanz

Östrogendominanz in Verbinung und Progesteronmangel begünstigen Wassereinlagerungen.

Östrogendominanz in Verbindung mit Progesteronmangel kann Wassereinlagerungen verursachen. – © Heidi Mehl – Fotolia.com

Es gibt eine Reihe von Symptomen, die mit einer Östrogendominanz im Zusammenhang gebracht werden. Reizbarkeit, Kopfschmerzen, Brustspannungen, Wassereinlagerung, geschwollene Füße, Gewichtszunahme, Fruchtbarkeitsprobleme und Heißhungerattacken.

Wechseljahresbeschwerden wie trockenen Schleimhäute, Stimmungsschwankungen, mangelnde Libido, Hitzewallungen und Schlaflosigkeit werden ebenfalls als Folgen einer Östrogendominanz diskutiert. Bei den betroffenen Frauen wird zu wenig Progesteron in den Eierstöcken hergestellt.

Progesteronmangel und Östrogendominanz

Das Progesteron ist der Gegenspieler des Östrogens und muss für ein reibungsloses Zusammenspiel im optimalen Verhältnis vorhanden sein. Selbst bei nachlassender Östrogenproduktion kann dieses immer noch im Überschuss vorliegen, weil der Mangel an Progesteron noch stärker ausgeprägt ist.

Bei Behandlung des Östrogenmangels müssen deshalb auch die Situation des Progesterons berücksichtigt und ein möglicher Progesteronmangel behoben werden, sonst werden der Östrogenüberschuss damit die Beschwerden verstärkt.

Östrogenspiegel messen mit einem Schnelltest

Auf Basis einer Speichelprobe kann mit einem Östradiol Test ein Östrogenmangel diagnostiziert werden..

Eine Speichelprobe genügt, um mit einem Östradiol-Test einen möglichen Östrogenmangel festzustellen. – © medivere GmbH

Bei Zyklusstörungen und Beschwerden, die den Verdacht nahe legen, hormonell bedingt zu sein sowie bei Fruchtbarkeitsstörungen kann es sinnvoll sein, den Östrogenspiegel zu testen.

ÖstradiolKonzentration bestimmen

Der Östrogenspiegel wird anhand seines Hauptvertreters Östradiol erfasst. Um den gemessenen Wert korrekt einzuordnen, ist die natürliche Schwankung während des Monatszyklus zu berücksichtigen. Während des Eisprunges steigt die Konzentration an und fällt dann allmählich wieder ab.

Östradiol kann schnell und unkompliziert mithilfe eines Speicheltests bestimmt werden. Um die Bestimmung als Östrogenmangel Test nutzen zu können, wird die Probenahme an einem bestimmten Zyklustag, zwischen dem 19. und dem 21., empfohlen.

Eine Speichelprobe genügt

Der Speichel wird in einem mitgelieferten Probengefäß aufgenommen, in die Versandtasche verpackt und in ein Labor verschickt, das die Analysen vornimmt. Die exakte Verfahrensweise ist in der beigefügten Anleitung beschrieben.

Da sich hinter dem Östrogenmangel das Bild einer Östrogendominanz mit einem erniedrigten Progesteron Wert verbergen kann, sollte zur Abklärung ein Hormonspiegel-Test vorgenommen werden, der gleichzeitig den Progesterongehalt erfasst. Als Hormonprofil kann über das Verhältnis von Östradiol zu Progesteron zusätzlich auf eine solche Veränderung geschlossen werden. Im Befundbericht werden die bestimmten Ergebnisse und die Vergleichswerte sowie eine Bewertung angegeben.

Was tun bei Östrogenmangel?

Estradiolgel kann das Hormondefizit bei Östrogenmangel ausgleichen.

Bei Östrogenmangel kann Estradiol-Gel eine wirksame Hilfe sein, um das Hormondefizit auszugleichen. – © Albert Pschera

Es ist allgemein anerkannt, dass es eine Reihe von durch den Östrogenmangel verursachten Beschwerden gibt, die in einzelnen Fällen zu besonderen Belastungen führen können. Deshalb ist die Hormonersatztherapie eine folgerichtige Behandlung, um die fehlenden Hormone aufzufüllen.

Hormonpräparate gegen Östrogenmangel

Typische Beschwerden in den Wechseljahren sind starke Hitzewallungen und Schweißausbrüche, die mit Hormonen behandelt werden. Als Kombination wurde neben Östrogen auch Progesteron, beispielsweise als Utrogest-Kapseln, verschieben. Inzwischen zeigten prominente Studien der Women’s Health Initiative (WHI), das gewünschte Effekte wie das Senken des Herzinfarkt-Risikos, nicht belegbar sind, stattdessen bedeutende Nebenwirkungen auftreten.

Krebsgefahr durch Hormonersatztherapie

Unter den Frauen traten bei langjährigem Hormon-Behandlung häufiger Brust- und Eierstockkrebs sowie Thrombosen auf. Durch diese Resultate sensibilisiert, wurde die Praxis der Hormon-Verschreibung geändert. Anstatt es großzügig bereits bei geringfügigen Beschwerden und zur Vorbeugung abzugeben, lautet inzwischen die Empfehlung, es gezielt bei bestimmten Beschwerden, zu einem angemessenen Zeitpunkt und über einen überschaubaren Zeitraum im Sinne einer individualisierten Therapie einzusetzen.

Erhält die Frau die Medikamente rund um die Menopause bis etwa zwei Jahre danach, sind diese weniger gefährlich. Bei einer familiären Vorbelastung für Krebs- oder Herz-Kreislauferkrankungen darf keine Hormongabe erfolgen. Im Jahr 2015 soll die Überarbeitung der Richtlinien für die Östrogenmangel Therapie abgeschlossen sein.

Pflanzliche Medikamente als wirksame Alternative

Remifemin mit den Wirkstoffen Johanniskraut und Cimicifugawurzelstock ist eines der am häufigsten verschriebenen pflanzlichen Medikamente für Frauen in den Wechseljahren bei Östrogenmangel.

Remifemin mit den Wirkstoffen Johanniskraut und Cimicifugawurzelstock ist eines der am häufigsten verschriebenen Mittel für Frauen in den Wechseljahren bei Östrogenmangel. – © Rosali Ziller

Als Alternative bieten sich pflanzliche Präparate an, die bei mehr als 50 % betroffener Frauen zur Verbesserung des Zustandes beitragen können. In den meisten Fällen ist der genaue Mechanismus nicht bekannt und oft muss die geeignete Substanz durch Probieren gefunden werden.

Ein bewährter Wirkstoff ist die Cimicifugawurzelstock (Traubensilberkerzewurzelstock), auch als Frauenwurzel bezeichnet, der in Remifemin* verwendet wird. Das Präparat gibt es auch mit dem Zusatz Johanniskraut, das zusätzlich stimmungsaufhellend wirkt, unter dem Handelsnamen remifemin® plus*.

Mönchspfeffer zeigt ebenfalls Effekte bei verschiedenen Betroffenen, sodass weniger Regelbeschwerden (prämenstruelles Syndrom, PMS) auftreten. Der Wilde Yams, die Yamswurzel, enthält Diosgenin, das in der pharmazeutischen Industrie für die Herstellung von Progesteron verwendet wird. Es handelt sich zwar nicht um das eigentliche Progesteron, dennoch zeigt der Stoff bei einigen Frauen eine positive Wirkung auf den Hormonhaushalt.

Als praktisch nebenwirkungsfreie Alternative haben sich für Frauen in den Wechseljahren auch Präparate mit dem Wirkstoff Passiflora (Passionsblume) als sehr hilfreich erwiesen. Die Stärken von Passiflora incarnata liegen vor allem in der Linderung psychischer Folgen von Östrogenmangel wie Stress, Angst, Depressionen und Schlafproblemen.

So bewahren Sie Ihr hormonelles Gleichgewicht!

Sowohl der monatliche Zyklus als auch die Wechseljahre sind keine Krankheit, sondern natürliche Prozesse. Deshalb steht der Versuch, auf natürlichem Wege Beschwerden zu lindern, an erster Stelle.

Stressabbau durch Bewegung

Stimmungsschwankungen und Depressionen in den Wechseljahren sind häufig auf die aktuelle Lebenssituation zurückzuführen. Mit dem Abbau von Stress und gezielter Aktivität, beispielsweise Yoga Übungen oder Akupunktur, lässt sich die Situation verbessern.

Mit dem fortschreitenden Alter verlangsamt sich der Stoffwechsel, der Anteil der passiven Phasen und sitzenden Beschäftigungen nimmt zu. Wer die Ernährung in den Wechseljahren nicht anpasst, erhält die Quittung mit Gewichtszunahme und nachfolgenden Stoffwechsel-und Herzerkrankungen, die die Lebensqualität beeinträchtigen.

Ernährung bei Östrogenmangel

Durch geeignete Lebensmittel können Sie natürliches Östrogen aufnehmen. Wenn von Östrogenen in Lebensmitteln die Rede ist, sind Phytoöstrogene gemeint, die aus dem asiatischen Raum nach Europa gekommen sind.

Der bedeutendste Vertreter ist Soja. Diese Pflanzenstoffe fassen drei verschiedene Substanzklassen zusammen: Isoflavone, Lignane und Coumestane. Sie zeigen alle Ähnlichkeiten mit einem Östriol-Abkömmling und zusätzlich verschiedene östrogene und anti-östrogene Wirkungen sowie anti-oxidative Eigenschaften. Soja und deren Produkte enthalten große Mengen Isoflavone.

Ligane findet man vor allem in Leinsamen, etwas weniger in Sonnenblumen-und Kürbiskernen. Phytoöstrogene werden ebenfalls mit Hülsenfrüchten, Getreide und Nüssen aufgenommen. Bei intakter Darmflora werden diese Substanzen im Körper in die aktive hormonwirksame Form umgewandelt.

Östrogene spielen in der Entwicklung der weiblichen Geschlechtsorgane, bei der Befruchtung und während der Schwangerschaft eine wichtige Rolle. Auch Männer können von einem Östrogenmangel oder einer Östrogendominanz und deren gesundheitlichen Auswirkungen betroffen sein. Ein hormonelles Ungleichgewicht lässt sich mit einer Hormonersatztherapie oder pflanzlichen Produkten behandeln. Wenn Sie Ihren Östrogenspiegel bestimmen lassen möchten, finden Sie hier empfehlenswerte Schnelltests.

Quellen:
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/77830/Hormontherapie-Endokrinologen-fordern-Trendwende-bei-Wechseljahresbeschwerden
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/55823/Oestrogenmangel-macht-Maenner-dicker
https://de.wikipedia.org/wiki/Estradiol
https://de.wikipedia.org/wiki/Estrogene
https://www.bvdd.de/aktuelles-presse/presse-newsletter/details/news/hormone-fuer-schoene-haut/
https://www.krebsinformationsdienst.de/vorbeugung/risiken/krebsrisiko-hormonersatztherapie-in-den-wechseljahren.php
https://www.pharmazeutische-zeitung.de/gelenkschmerzen-sind-haeufig/
http://www.zuercher-kreis-hormone.eu/downloads/Hormone_KLINIKUM_03_16_SC.pdf