Fentanyl-Abhängigkeit kann tödlich enden

RiFentanyl ist ein hochwirksames Schmerzmittel aus der Gruppe der Opioide. Verwendung findet es vor allem bei der Behandlung starker Schmerzen, beispielsweise nach Unfällen oder bei Tumorerkrankungen. Als Droge missbraucht, kann es jedoch zum Tode führen. Erfahren Sie mehr hier auf Heimtest-Schnelltests.de!

Fentanyl ist ein starkes Schmerzmittel, das als Droge missbraucht wird.

Fentanyl ist ein starkes Schmerzmittel, das als Droge missbraucht wird und bei einer Überdosis tödlich wirken kann. – © Rosali Ziller

Fentanyl ist in seiner Wirkung etwa 100-mal stärker als Morphium. In Deutschland fällt der Wirkstoff unter das Betäubungsmittelgesetz.

Aufgrund seiner schmerzlindernden und beruhigenden Wirkung wird es zur Behandlung chronischer Schmerzen, bei Tumorerkrankungen und als Narkosemittel eingesetzt.
In der Notfallmedizin wird es wegen seiner zuverlässigen und schnellen Wirkung zur Behandlung von Schmerzen nach Unfällen genutzt, beispielsweise bei Verletzungen mehrerer Organe und großflächigen Verbrennungen.

Eine missbräuchliche Anwendung des Schmerzmittels kann in die Abhängigkeit führen. Es wird nicht nur von Drogenabhängigen verwendet, auch Schmerzpatienten können unbemerkt in die Abhängigkeit geraten. Vor einer wachsenden Bedrohung durch synthetische Opioide, vor allem durch fentanylhaltige Drogen, warnt die Europäische Kommission in ihrem Drogenbericht 2018.

Starke Nebenwirkungen und Todesfälle können die Folge einer Überdosierung sein. Ein Missbrauch kann im Rahmen eines Drogentests nachgewiesen werden.

Was ist Fentanyl und wie wirkt es?

Fentanyl hat eine ähnliche Strukturformel wie Tramadol oder andere synthetische Opiate.

Fentanyl hat eine ähnliche Strukturformel wie andere synthetische Opiate. – © lyricsai – Fotolia.com

Das Schmerzmittel Fentanyl ist ein synthetisch hergestelltes Opioid. Natürliche Opiate kommen in Mohnpflanzen vor und verfügen über eine schmerzhemmende Wirkung.

Herstellung von Fentanyl

Nach dem Vorbild der Opiate werden die Opioide künstlich hergestellt. Synthetische Opioide verfügen damit über die gleiche schmerzstillende Wirkung wie die natürlichen Opiate.
Fentanyl ist ein solches künstlich produziertes Opioid.

Schmerzwahrnehmung wird gehemmt

Nach der Aufnahme in den Körper gelangt es sehr schnell durch die Blut-Hirn-Schranke und ist in der Lage, im Gehirn und im Rückenmark die Weiterleitung der Schmerzreize zu hemmen. Dadurch wird der Schmerz im Gehirn nicht mehr wahrgenommen.

Wie wird Fentanyl eingenommen und wann tritt die Wirkung ein?

Die Einnahme des Schmerzmittels kann als Injektion, Lutschtablette, Nasenspray oder über die Haut erfolgen. Aufgrund der starken Wirkung sind nur geringe Mengen zur Schmerzlinderung nötig, sodass diese Applikationsformen ermöglicht werden können.

Der Wirkungseintritt erfolgt bei Spritzen sofort, bei Einnahme über die Schleimhaut innerhalb von wenigen Minuten. In vielen Fällen wird eine Anwendung auf der Haut in Form eines Pflasters präferiert, um den Wirkstoff langsam und gleichmäßig aufzunehmen. Die Wirkung tritt dann innerhalb einiger Stunden ein.

Welche Alternativen gibt es zu Fentanyl gegen Schmerzen?

Ebenfalls zur Schmerztherapie eingesetzt werden Ketamin oder alternativ auch synthetische Cannabinoide, wenn Opioide nicht die erwünschte Schmerzlinderung erzielen.

Individuelle Abstimmung erforderlich

Die Wirkungen der einzelnen Substanzen unterscheiden sich jedoch von der des Fentanyls. Unter der Einnahme von Ketamin bleiben die Schutzreflexe weitgehend erhalten. Die synthetischen Cannabinoide sind psychoaktive Substanzen. Sie können die Psyche und das Bewusstsein verändern.

Vor der Verordnung eines fentanylhaltigen Medikaments wird Ihr Arzt oder Ihre Ärztin stets prüfen, ob ein anderer Wirkstoff für Sie besser geeignet ist, der möglicherweise weniger starke Nebenwirkungen hat.

Nichtmedikamentöse Schmerztherapie?

Ergebnisse aktueller Studien aus den USA zur nichtmedikamentösen Schmerztherapie lassen aufhorchen: Mit Mind-Body-Verfahren wie Meditation, Hypnose oder Entspannungsübungen wurden enorme schmerzlindernde Effekte erzielt. Dadurch soll der Einsatz von Opioiden gesenkt oder idealerweise ganz vermieden werden.

Welche Medikamente enthalten Fentanyl?

Fentanyl ist in verschiedenen Medikamenten gegen Schmerzen enthalten.

Fentanylhaltige Medikamente gibt es in Form von Tabletten, als Film oder Pflaster. – © Alcibiades via Wikimedia Commons

Der Wirkstoff Fentanyl ist in verschiedenen Medikamenten enthalten. Die Mittel fallen alle unter das Betäubungsmittelgesetz und müssen vom Arzt auf einem besonderen Rezept (gelbes Betäubungsmittel-Rezept) verordnet werden.

Wer sein Mittel auf einer Urlaubsreise in ein anderes Land mitnehmen möchte, sollte sich vom Arzt eine Bescheinigung ausstellen lassen, in welcher der rechtmäßige Besitz des Betäubungsmittels bestätigt wird.

Fentanyl ist unter anderen in folgenden Medikamenten enthalten:

  • Durogesic
  • Effentora
  • Abstral
  • Actiq
  • Instanyl
  • Fentanyl TTS
  • Fentanyl-Hexal
  • Fentanyl 100

Genauere Informationen über Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten erhalten Sie bei Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin. Fragen Sie nach, welche Vorsichtsmaßnahmen zu beachten sind und ob Sie eine Bescheinigung über den Besitz von Betäubungsmitteln benötigen.

Welche Nebenwirkungen hat Fentanyl?

Die Einnahme opioidhaltiger Medikamente kann unerwünschte Nebenwirkungen hervorrufen. Patienten sind häufig sehr müde und leiden unter Schwindelattacken. Der Verdauungstrakt ist besonders stark von auftretenden Nebenwirkungen betroffen. Übelkeit, Erbrechen und Verstopfung werden von den Patienten beobachtet.

Hautreaktionen und psychische Folgen

Die Nebenwirkungen können auch die Haut betreffen. Patienten berichten über Hautausschläge und Juckreiz. Besonders die Anwendung von Pflastern rufen häufig Hautreaktionen an der Klebestelle des Pflasters hervor.

Schweißausbrüche und Angstzustände gelten ebenfalls als typische Fentanyl Nebenwirkungen. Aber auch die entgegengesetzte Wirkung wird beobachtet. Patienten sind teilweise sehr euphorisch und bemerken Rauschzustände ähnlich denen unter der Wirkung von Morphin.

Werden Arzneimittel mit dem Wirkstoff Fentanyl unsachgemäß oder missbräuchlich angewendet, treten möglicherweise schwere Nebenwirkungen bis hin zum Tod auf.

Hohes Abhängigkeitspotenzial

Bei der regelmäßigen Einnahme fentanylhaltiger Schmerzmittel besteht das Risiko der Abhängigkeit. Diese ist ähnlich der Abhängigkeit von Heroin oder Tramadol, das ebenfalls zur Gruppe der synthetischen Opiate zählt. Die Abhängigkeit tritt sehr schnell ein und weist einen enormen Schweregrad auf.

Aber nicht nur der Missbrauch der Substanz führt in die Abhängigkeit. Auch Patienten, die wegen einer chronischen Erkrankung oder einer Krebserkrankung den Stoff regelmäßig in Form von Nasenspray, Lutschtabletten oder Hautpflastern zu sich nehmen, berichten von schweren Nebenwirkungen und Abhängigkeit.

Nebenwirkungen bei Entzug

Der Fentanyl Entzug geht einher mit starken Beschwerden. Dazu gehören Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, heftigste Schmerzen und Kältegefühl mit starkem Zittern am ganzen Körper. Diese Beschwerden entsprechen denen, die auch der Entzug von Heroin hervorruft. Daher wird zum Entzug des Wirkstoffs – ebenso wie beim Entzug von Heroin –die Ersatzdroge Methadon eingesetzt.

Aufgrund der schweren Nebenwirkungen und des hohen Risikos der Abhängigkeit sollte der Einsatz des Wirkstoffs zu medizinischen Zwecken sorgfältig abgewogen werden.

Fentanyl-Abhängigkeit mit Todesfolge

Fentanyl wird als Medikament genutzt, aber auch als Droge missbraucht.

Fentanyl wird aus Medikamenten-Pflastern extrahiert und als Droge injiziert. – © tloventures – Fotolia.com

Synthetische Opioide werden nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen europäischen Ländern immer häufiger von Drogenabhängigen missbraucht.

Missbrauch nimmt zu

In einigen Regionen hat Fentanyl der Droge Heroin bereits den Rang abgelaufen. In den USA versucht die DEA mögliche Dealer mit harten Strafen abzuschrecken, um die Verbreitung des Missbrauchs einzudämmen.

Tod durch Überdosis

Zahlreiche Todesfälle unter Drogensüchtigen und chronisch Erkrankten werden in Zusammenhang mit dem Wirkstoff Fentanyl gebracht. Die Dosierung ist für medizinische Laien kaum zu kalkulieren. Überdosierungen sind daher häufig die Ursache für schwerste Nebenwirkungen bis hin zum Tod.

Verschreibung mit Spezialrezept

Fentanyl kaufen können Abhängige nur auf dem Schwarzmarkt, da der Wirkstoff unter das Betäubungsmittelgesetz fällt. Der Arzt muss den Wirkstoff auf einem speziellen Rezept verordnen. Abhängige versuchen daher häufig, bei verschiedenen Ärzten Rezepte für die schmerzstillenden Pflaster zu bekommen.

Missbrauch von Fentanyl-Pflastern

Fentanylpflaster sind laut AWMF das in Deutschland am häufigsten verordnete starke Opioid. Die fentanylhaltigen Pflaster werden auf die Haut geklebt und geben über einen Zeitraum von etwa 3 Tagen kontinuierlich den Wirkstoff ab. Die Pflaster enthalten aber auch nach richtigem Gebrauch im Rahmen einer medizinischen Therapie noch große Anteile am Wirkstoff.

Daher kommt es in letzter Zeit vermehrt dazu, dass Abhängige den Abfall von Kliniken und Pflegeeinrichtungen nach benutzten Pflastern durchsuchen. Die Pflaster werden aufgeschnitten, ausgekocht und dann injiziert.

Ärzte, Apotheker, Kliniken und Pflegeeinrichtungen sind deshalb zu besonderer Wachsamkeit aufgerufen, um dem Missbrauch des Schmerzmittels zu begegnen.

Nachweis mit einem Fentanyl-Test

Mit einem Fentanyl Test lässt sich Fentanylkonsum in einer Urinprobe nachweisen.

Mit einem Fentanyl-Test können Sie selbst zu Hause den Konsum der Substanz in einer Urinprobe nachweisen. – © BERLINSTOCK – Fotolia.com

Nicht alle Opioide werden von Multi-Drogentests erkannt. Um die Substanz eindeutig nachzuweisen, kann deshalb ein spezieller Fentanyl Drogentest zur Abklärung die bessere Wahl sein.

Schnelltest für zu Hause

Der Fentanyl-Test kann den Wirkstoff präzise und schnell im Urin nachweisen.

Ein Fentanyl-Testkit enthält in der Regel Urin-Mess-Streifen inklusive einer Bedienungsanleitung. Die Handhabung ist einfach und sicher. Das Ergebnis kann bereits nach 5 Minuten abgelesen werden.

Haaranalyse Fentanyl

Eine weitere Nachweismöglichkeit bietet eine Haaranalyse. Im Haar ist die Substanz über mehrere Wochen bis Monate nachweisbar. Speziell für Privatanwender entwickelte Schnelltests auf Basis einer Urinprobe sowie Haaranalysen können Sie hier auf Heimtest-Schnelltests.de bequem online bestellen.

Fentanyl ist ein hochwirksames Schmerzmittel, welches vor allem in der Behandlung chronischer Schmerzen Anwendung findet. Es findet weiterhin Einsatz als Narkosemittel. In der Notfallmedizin wird es häufig wegen seiner schnellen, schmerzhemmenden und stark beruhigenden Wirkung genutzt. Das Risiko von Nebenwirkungen und Abhängigkeit ist selbst bei korrekter Anwendung groß. Um einen möglichen Missbrauch aufzudecken, bietet sich die Durchführung eines Schnelltests an. Bestellen Sie jetzt Ihren Fentanyl-Test hier auf Heimtest-Schnelltests.de!

Quellen:
http://www.emcdda.europa.eu/system/files/publications/8585/20181816_TDAT18001DEN_PDF.pdf, abgerufen am 03.02.2020
https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/neuro-psychiatrische_krankheiten/suchtkrankheiten/article/979763/opioid-krise-usa-mehr-drogentote-als-verkehrsopfer.html, abgerufen am 03.02.2020
https://de.wikipedia.org/wiki/Fentanyl, abgerufen am 03.02.2020
https://www.dhs.de/fileadmin/user_upload/pdf/Broschueren/2018_Die_Sucht_und_ihre_Stoffe_SCHMERZMITTEL.pdf, abgerufen am 03.02.2020
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/107218/Meta-Analyse-Mind-Body-Verfahren-lindern-Schmerzen-und-vermeiden-vielleicht-sogar-Opioide, abgerufen am 03.02.2020
https://www.aerzteblatt.de/archiv/161932/Sucht-und-Drogen-Fentanyl-wird-zunehmend-missbraucht, abgerufen am 03.02.2020