Magengeschwür erkennen und vorbeugen

Von einem Magengeschwür wird gesprochen, wenn sich in der Magenschleimhaut eine mehr oder weniger tiefe Wunde gebildet hat, meist verursacht durch Bakterien oder zu viel Magensäure.  Auf Heimtest-Schnelltests.de erfahren Sie mehr über das sogenannte Ulcus ventriculi und wie Sie sich davor schützen können.

Das Magengeschwür (Ulcus ventriculi) ist weit verbreitet.

Das Magengeschwür (Ulcus ventriculi) ist eine weitverbreitete Krankheit, meist durch Bakterien verursacht. – © Ed Uthman, MD, Benign gastric ulcer 1, marked as public domain, more details on Wikimedia Commons

Übersicht

Magengeschwüre sind keine seltene Erkrankung. Von 100.000 Menschen sind es bis zu 50, die daran leiden. Die meisten Betroffenen sind über 50 Jahre alt.

Mit Sodbrennen kündigt sich die Erkrankung in vielen Fällen an. Auch Beschwerden wie Magenschmerzen, Übelkeit oder mangelnden Appetit zählen zu den typischen Anzeichen.

Verschwinden diese Symptome nach einiger Zeit nicht mehr, so nehmen dies die meisten Erkrankten zum Anlass, einen Arzt aufzusuchen. Die Diagnose erfolgt mittels Tests auf Bakterien und durch Magenspiegelung. Ein Magengeschwür kann in der Regel gut behandelt werden, vor allem dann, wenn es frühzeitig erkannt wird. Daher sollten Sie Beschwerden dieser Art ernst nehmen.

Was ist ein Magengeschwür?

Mediziner sprechen bei einem Magengeschwür von einem Ulcus ventriculi. Innen ist der menschliche Magen von einer Gewebeschicht, der Magenschleimhaut, ausgekleidet. Ist diese Schleimhaut an einer Stelle verletzt, so spricht man von dieser Ulcuserkrankung (auch Ulkuserkrankung geschrieben). Meist bilden sich Geschwüre an genau der Stelle des Magens, an der sich dieses lebenswichtige Organ leicht krümmt.

Nicht nur das Magengeschwür ist eine häufige Erkrankung des Magens, sondern auch die Magenschleimhautentzündung, oft auch als Gastritis bezeichnet. Das Magengeschwür darf nicht mit dem Ulcus pepticum verwechselt werden. Letzteres bezeichnet ein Geschwür im Verdauungstrakt, welches zwar ebenfalls im Magen liegen kann, sich häufig aber auch in der Speiseröhre oder dem Darm befindet.

Wie entsteht ein Magengeschwür?

Magengeschwüre werden oft durch das Bakterium Helicobacter pylori verursacht.

Meist entsteht ein Magengeschwür durch den Befall mit dem Bakterium Helicobacter pylori. – © Artemida-psy – Fotolia.com

Wie viele andere Erkrankungen auch, kann ein Magengeschwür aufgrund verschiedenster Ursachen entstehen. Bei den meisten Betroffenen ist aber ursächlich ein Bakterium für die Entstehung der Ulcuserkrankung verantwortlich.

Helicobacter pylori

Dieses Bakterium namens Helicobacter pylori, auch als HP abgekürzt, siedelt sich im Magen des Erkrankten an. Bakterien dieser Art verursachen hier zuerst eine Magenschleimhautentzündung. Die chronische Gastritis ist häufig die Vorstufe zum Magengeschwür.

Damit dieses entsteht, sind jedoch in den meisten Fällen nicht alleine die Helicobacter-pylori-Bakterien schuld. Zusätzlich zur Besiedelung des Magens mit dem Bakterium müssen weitere Faktoren vorliegen, z. B. chronischer Stress oder auch ein Zuviel an Magensäure.

Ernährung und Genussgifte

Daneben kann aber auch Ihre Ernährung eine Rolle dabei spielen, ob Sie ein erhöhtes Risiko haben, an einem Magengeschwür zu erkranken. Zuviel Kaffee, Alkohol und Rauchen begünstigen die übermäßige Magensäureproduktion. Daneben kann aber auch eine Nahrungsmittelunverträglichkeit die Entstehung einer Ulkuserkrankung fördern. So gibt es Lebensmittel, die den Magen besonders reizen, dazu gehören z. B. besonders scharfe oder saure Lebensmittel.

Welche Symptome verursacht ein Magengeschwür?

Typische Symptome für ein Magengeschwür sind Übelkeit, Magenschmerzen und Erbrechen.

Ein Magengeschwür äußert sich häufig durch Magenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. – © michaelheim – Fotolia.com

Ein unangenehmer Druck im Bauch, Erbrechen oder eine Nahrungsmittelunverträglichkeit können Magengeschwür Symptome sein.

Individuelle Symptome

Bei einigen Betroffenen treten die Magenschmerzen nach dem Essen auf, bei anderen besonders, wenn der Magen leer ist. Wieder andere können ihren Schmerz lindern, indem sie etwas essen.

Welche Lebensmittel jemand mit einem Magengeschwür nur schlecht verträgt, lässt sich nicht einmal allgemein sagen. Dies ist bei jedem Menschen individuell verschieden. Weitere Gastritis Symptome können auch Blähungen, undefinierbare Bauchschmerzen und Magenkrämpfe sein.

Nicht jeder hat Beschwerden

Nicht jeder Betroffene verspürt jedoch Beschwerden. Ein Magengeschwür kann auch symptomlos entstehen und dann nur per Zufall während einer routinemäßigen Magenspiegelung entdeckt werden. Wird es jedoch nicht erkannt, kann es zu Blutungen kommen, die sich wiederum durch Bluterbrechen oder teerfarbigen Stuhlgang äußern.

Andere Ursachen für Magenschmerzen

Während es meist die Bakterien sind, die die Magenschmerzen auslösen, so können doch auch Krankheiten die Ursache sein. Das Magengeschwür ist eine gutartige Erkrankung, doch auch ein bösartiger Tumor kann ähnliche Magenbeschwerden verursachen.

Neben Magenkrebs können auch Erkrankungen im Verdauungstrakt wie Darmkrebs, eine Darmentzündung oder das Reizdarmsyndrom (RDS) vorliegen. Auch an Speiseröhrenkrebs muss ein Arzt denken, wenn über unklare Magenschmerzen geklagt wird.

Häufig sind es jedoch die Magen-Darm-Entzündung, die Gastroenteritis, oder die chronische Gastritis, die zu den schmerzhaften und unangenehmen Magenschmerzen führen. Nahrungsmittel wie Milch oder Joghurt können bei Menschen mit einer Laktoseintoleranz aber ebenfalls zu Magenschmerzen führen. Die Betroffenen haben zu wenige Verdauungsenzyme und vertragen daher den Milchzucker in der Nahrung nicht.

Diagnose von Magengeschwüren

Einen wichtigen Teil der ärztlichen Diagnostik macht bereits die Befragung des Patienten aus. Einen Anfangsverdacht auf ein Magengeschwür wird der Arzt durch eine Tastuntersuchung des Bauches absichern. Der Bauch ist tastempfindlich, wenn ein Magengeschwür vorliegt.

Diagnose mittels Magenspiegelung

In jedem Fall wird der Arzt aber auch eine Magenspiegelung, die sogenannte Gastroskopie vornehmen, wenn er ein Magengeschwür erkennen möchte. Auch die Blutuntersuchung und eine Ultraschalluntersuchung sind notwendig, um die Diagnose zu stellen. Während der Gastroskopie kann sich der Arzt mithilfe eines dünnen Schlauches und einer Kamera die Magenschleimhaut ansehen und so die Magengeschwür-Diagnose stellen. Häufig wird dabei auch eine Gastritis-Diagnose gestellt. Zusätzlich werden Proben entnommen, mit denen z. B. eine Untersuchung auf Helicobacter-pylori-Bakterien möglich ist. Die Gastroskopie ist heutzutage Routine und nahezu schmerzfrei.

Magengeschwür Test für schnelle Diagnose

Schnell und schmerzlos feststellen, ob Sie mit Helicobacter pylori infiziert sind, können Sie mit einem Stuhltest.

Verdacht auf Magengeschwür? Schnell und schmerzlos feststellen, ob Sie mit Helicobacter pylori infiziert sind, können Sie mit einem Stuhltest. – © medivere GmbH

Möchten Sie jedoch nicht lange auf einen Termin beim Arzt warten, sondern einfach und zeitnah wissen, ob Sie möglicherweise an einem Magengeschwür leiden, können Sie auch einen Schnelltest nutzen. Diesen Test können Sie selbst zu Hause durchführen.

Bluttest oder Stuhltest?

Für Ihren Magengeschwür-Test stehen zwei Alternativen zur Auswahl: Bluttest und Stuhltest.

Egal, für welchen Sie sich entscheiden, bei den auf Heimtest-Schnelltests.de erhältlichen Schnelltests sind sämtliche Materialien enthalten, die Sie benötigen, um den Test zu Hause durchzuführen. Ein Magengeschwür-Test ist unkompliziert anzuwenden und erfordert keinerlei medizinische Vorkenntnisse.

Bluttest

Beim Magengeschwür-Bluttest gewinnen Sie mittels der beiliegenden Lanzette aus Ihrer Fingerkuppe einen winzigen Blutstropfen. Dieser wird dann in der Testkassette mit einer speziellen Lösung vermischt, um eine chemische Reaktion auszulösen. Schon nach wenigen Minuten sehen Sie, ob der Test positiv auf die Helicobacter-Bakterien anschlägt oder nicht.

Stuhltest

Beim Stuhltest gewinnen Sie eine Stuhlprobe mittels eines Spatels, füllen diese in das Probenröhrchen und schicken es im beiliegenden Versandumschlag an das zertifizierte Fachlabor. Die Auswertung der Analyse können Sie bequem online abrufen.

Das Testergebnis können Sie mit Ihrem Arzt besprechen, um ggf. eine geeignete Therapie einzuleiten. Sollten die Beschwerden anhalten, ist ein Arztbesuch unumgänglich.

Magengeschwür-Therapie und Heilung

Wie eine Magengeschwür-Behandlung aussieht, hängt stark davon ab, wodurch das jeweilige Magengeschwür entstanden ist. Um die Magenschleimhaut nicht weiter zu reizen, sollten Sie auf Nahrungsmittel verzichten, die den Magen weiter reizen können.

Dazu zählen fettreiche Lebensmittel, scharfe Speisen, aber auch Genussmittel wie Kaffee, Alkohol und natürlich Nikotin. Auch Medikamente können magenreizend sein, diese dürfen Sie jedoch nur nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt absetzen.

Medikamente gegen Magengeschwüre

Je nach Ursache des Magengeschwürs gibt es Medikamente, die die Magensäureproduktion hemmen, sie neutralisieren oder die Bakterien im Magen zerstören. Nur wenn Medikamente keine Wirkung zeigen oder ein Magengeschwür immer wieder auftritt, wird eine operative Entfernung des Geschwürs in Betrachtung gezogen. Bezüglich der Lebensumstellung und der Medikamente sieht auch die Gastritis-Behandlung ähnlich aus. Auch die Gastritis-Medikamente hemmen die Produktion der Magensäure.

Hausmittel gegen Magengeschwüre

Wärme und Entspannung, z. B. mit einer Wärmflasche, lindern die Schmerzen bei einem Magengeschwür.

Entspannung mit einer Wärmflasche auf dem Bauch lindert die Schmerzen bei einem Magengeschwür. – © absolutimages – Fotolia.com

Unabhängig von den Medikamenten sollten Sie aber auch nicht vergessen, bei Magenschmerzen Hausmittel anzuwenden. So können Sie versuchen, Stress zu vermeiden und sich gezielt zu entspannen.

Zusätzlich fördern auch Tees wie Kamillentee, dass sich Ihre gereizte Magenschleimhaut wieder beruhigen kann. Ebenfalls gegen akute Magenschmerzen hilft Wärme, z. B. in Form einer Wärmflasche. Auch Essigumschläge beruhigen den Magen. Tauchen Sie dazu einfach Tücher in warmes Essigwasser und legen Sie sich diese auf den Bauch.

So beugen Sie Magengeschwüren vor!

Wenn Sie wissen, dass Sie zu einem nervösen Magen neigen, so sollten Sie einem Magengeschwür vorbeugen, indem Sie auf Ihr Essverhalten und Ihre Nahrungsmittel achten. Heißes, scharfes Essen, Alkohol, Koffein und Nikotin sollten Sie meiden. Magenfreundliche Rezepte gegen Gastritis von den Ernährungs-Docs finden Sie bei NDR.de.

Stress reduzieren und bewältigen

Zur Stressbewältigung nach einem anstrengenden Tag können Sie Entspannungsübungen durchführen oder sich einfach auch gemütlich auf die Couch legen, eine Wärmflasche machen und den Tag in Ruhe ausklingen lassen. Melden Sie sich bei einem Yoga-Kurs an oder erlernen Sie autogenes Training. Lassen Sie sich von einem Podcast des BR zum Thema Stress als Krankheitsfaktor inspirieren!

Gesund ernähren

Besteht bei Ihnen der Verdacht auf eine Gastritis, so fragen Sie sich vielleicht: Was essen bei Gastritis? Auch hier ist es ratsam, sich magenschonend und gesund zu ernähren und Koffein, Alkohol und Nikotin zu meiden. Die richtige Gastritis Ernährung ist wichtig, um einer chronischen Gastritis bzw. einem Magengeschwür vorzubeugen.

Die Diagnose Magengeschwür verändert Ihr Leben. Sie werden mehr auf Ihre Ernährung und Ihre Lebensgewohnheiten achten und Stress vermeiden müssen. Doch können sowohl Magengeschwüre als auch Magenschleimhautentzündungen heutzutage gut und effektiv therapiert werden. Wichtig für eine erfolgreiche Behandlung ist die frühzeitige Diagnose. Ein Schnelltest für zu Hause bietet diese Möglichkeit. Empfehlenswerte Tests finden Sie hier auf Heimtest-Schnelltests.de.

Quellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Magengeschw%C3%BCr, abgerufen am 07.02.2020
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK310265/, abgerufen am 07.02.2020
https://www.uniklinik-freiburg.de/presse/publikationen/im-fokus/2019/ausloeser-fuer-magengeschwuere-und-trotzdem-hilfreich.html, abgerufen am 07.02.2020
https://www.internisten-im-netz.de/krankheiten/magengeschwuer-zwoelffingerdarmgeschwuer/therapie/, abgerufen am 07.02.2020
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/55937/Robert-Koch-Institut-informiert-ueber-Gastritis-und-Magengeschwuere, abgerufen am 07.02.2020